Admir Bulic neu im AWO-Team
31.03.2009 | 17:48 Uhr 2009-03-31T17:48:00+0200
Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) an der Breddestraße hat ihren Migrationsdienst aufgestockt. Seit 1. März ist Admir Bulic (30) mit einer vollen Stelle für die Arbeit mit Migranten jeglicher Nationalität im Einsatz.
Bereits im Sommer letzten Jahres hatte der Sozialwissenschaftler mit jugoslawischen Wurzeln in Herne mit halber Stundenzahl die Flüchtlingsberatung übernommen. Jetzt kommt die „Gemeinwesenarbeit” dazu.
Ein etwas sperriger Begriff, der leichter vorstellbar wird, wenn Admir Bulic seine Ideen erläutert. Seinen „Einstand” gibt der AWO-Mitarbeiter am Samstag mit einer ersten Kulturveranstaltung, die schon größer ausfällt als geplant. Aus seiner Flüchtlingsarbeit kennt er die 18-jährige Tugba Ileri. Um ihre Zeichnungen angemessen präsentieren zu können, halfen Klienten und Mitarbeiter bei der Rahmung. Andere steuern etwas für das Büfett bei oder lesen ein Gedicht vor - und so findet der Abend nun nicht wie ursprünglich vorgesehen im „halben”, sondern im großen Saal statt. Admir Bulic und seine Frau bringen einen Kuchen mit.
Mit ihr und der knapp zweijährigen Tochter lebt Admir Bulic in Essen-Altenessen. Noch, denn er will umziehen nach Herne, wo er sich von allen Seiten bestens unterstützt fühlt. Von den beiden Kollegen im Migrationsdienst ebenso wie von den Mitarbeitern anderer Verbände und städtischen Stellen, die mit Migration und Integration zu tun haben. Dieser Schwerpunkt begleitet Bulic seit vielen Jahren, immer auch in Verbindung mit der AWO, mit deren Prinzipien er sich gut identifizieren kann. Als Sprach- und Kulturmittler ist er ehrenamtlich in Gelsenkirchen tätig gewesen und als interkultureller Gesundheitsmediator. Auch ein Thema, das im Rahmen der Gemeinwesenarbeit stärker beackert werden soll. So plant Bulic für den 7. Mai eine Vortragsveranstaltung zur Kinder- und Jugendmedizin, dessen Inhalte anschließend mit Muttersprachlern vertieft werden können. Gesundheitsvorsorge und Impfungen stehen im Mittelpunkt. Das Thema Demenz soll bei einer weiteren Gesundheitsveranstaltung für Migranten eine Rolle spielen. Was an kulturellen Veranstaltungen noch folgt, will Bulic mit seinen Klienten absprechen. Denn das ist ihm ein Anliegen: „nicht nur etwas für, sondern mit den Menschen zu machen”.
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