ADFC in Herne plädiert für Asphaltierung der Erzbahntrasse

Der RVR will die Erzbahntrasse in Herne asphaltieren.
Der RVR will die Erzbahntrasse in Herne asphaltieren.
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Was wir bereits wissen
Der ADFC in Herne plädiert für eine Asphaltierung der Erzbahntrasse. Er weist die Argumente der Umweltschützer zurück.

Herne..  Einen Monat nach dem WAZ-Bericht über die Kritik an der Asphaltierung der Erzbahntrasse meldet sich der Allgemeine Fahrrad-Club (ADFC) zu Wort. „Aus der Sicht der Radfahrer wird eine Sanierung der Erzbahntrasse in Herne und Gelsenkirchen mit einer Asphaltdecke ausdrücklich positiv gesehen“, erklärt Christian Ehrecke, Vorsitzender des ADFC Herne.

Wie berichtet, hatte der Landschaftsbeirat den Antrag des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Asphaltierung der im Landschaftsschutzgebiet gelegenen Trasse abgelehnt. Auf anderen Teilabschnitten ist die Decke vom RVR bereits asphaltiert worden. Der letztlich entscheidungsbefugte Umweltausschuss hatte das Thema vertagt, weil die SPD noch Beratungsbedarf hat.

Der Landschaftsbeirat und der BUND hatten neben ökologischen Gründen – Stichwort: Versiegelung – angeführt, dass eine Asphaltierung zu weiteren Konflikten zwischen „rasenden“ Radlern und Fußgängern führen würde.

Der ADFC kann die Bedenken der Umweltschützer nicht nachvollziehen. Ehrecke verweist auf eine Studie der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, nach der Radwege mit asphaltierter (gebundener) Deckschicht „keine Versiegelung der Landschaft“ darstellten.

Die Sanierung der 3,2 Kilometer langen Trasse würde zudem eine erhebliche Komfortverbesserung mit sich bringen, so der ADFC-Chef. Dadurch würden mehr Bürger das Fahrrad zur Freizeitgestaltung einsetzen. „Jede Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in Herne ist für alle Bürger ein Gewinn an Lebensqualität“, betont Christian Ehrecke. Radler entlasteten das gesamte städtische Verkehrssystem und reduzierten damit die Kosten für Staus und Verspätungen.

SPD hat Beratungsbedarf

Auch das führt der ADFC an: „Die Erzbahntrasse ist in ihrer gesamten Länge eine durchgängige Radverkehrsstraße, die dann auch den gleichen Fahrkomfort aufweisen soll.“

Die Entscheidung über die Asphaltierung fällt am 25. Februar im Umweltausschuss. Nach Informationen der WAZ gibt es in der SPD-Fraktion sowohl Befürworter als auch Gegner einer Asphaltierung. Der RVR will die Maßnahme im Frühjahr durchführen.