Abwasserkanal unter Herne wächst rasant weiter

Der Kanal, der demnächst das Abwasser der Emscher aufnimmt, wächst zügig: 6535 Meter sind bereits fertig.
Der Kanal, der demnächst das Abwasser der Emscher aufnimmt, wächst zügig: 6535 Meter sind bereits fertig.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der unterirdische Vortrieb des Abwasserkanals der Emscher geht in Herne zügig voran: Es sind bereits 6535 Meter von 7900 fertig.

Herne..  Der unterirdische Vortrieb des Abwasserkanals Emscher auf – vielmehr unter – Herner Stadtgebiet schreitet weiter voran: Aktuell hat die Emschergenossenschaft bereits 6535 Meter von den insgesamt 7900 Metern des „Emscherschnellweges unter Tage“ in Herne verlegt. Dabei wurden bislang exakt 1687 Kanalrohr-Elemente mit einem Gesamtgewicht von 28 348 Tonnen durch die Erde geschoben.

Im Januar 2012 hatte die Em-schergenossenschaft den größten Auftrag ihrer Geschichte sowie des Emscher-Umbaus vergeben: Die Firma Wayss & Freytag aus Frankfurt erhielt den Zuschlag für den Bauabschnitt 30 des unterirdischen Abwasserkanals Emscher (AKE) zwischen Dortmund und Bottrop.

Für die 35 Kilometer lange AKE-Kanalstrecke zwischen Dortmund und Bottrop sowie für den Stau-raumkanal Industriestraße in Castrop-Rauxel (ist ebenfalls Bestandteil des Auftrags) müssen insgesamt 46 970 Meter an Stahlbetonrohren aufgefahren werden. Die Innendurchmesser der Rohre reichen dabei von 30 Zentimeter bis 2,80 Meter – der größte Außendurchmesser be-trägt 3,60 Meter. Stolze 35 Tonnen wiegen die schwersten Rohrelemente – jeweils, versteht sich!

Die kleinen Durchmesser-Rohre von 30 Zentimeter bis 1,40 Meter werden geliefert (machen insgesamt 2450 Meter Strecke aus), die anderen Rohre ab 1,60 bis 2,80 Meter Durchmesser entstehen in eigener Produktion. Dies macht 44 520 Meter Strecke aus, was wiederum einem Bedarf von 13 000 Rohren entspricht. Dafür werden cirka 104 000 Kubikmeter an Beton fällig sowie 10 500 Tonnen Stahl.