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Emscherkunst

Ab auf die Insel

30.05.2010 | 16:22 Uhr
Ab auf die Insel

Herne. Ab auf die Insel: Und die liegt nicht in der Ferne, sondern vor der Haustür. Zwar lassen sich auf dem elf Kilometer-Streifen zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal keine Palmen finden, dafür aber Kunst.

Seit Samstag warten die von Künstlern aus dem In- und Ausland gestalteten Werke darauf, entdeckt zu werden. Wie zum Beispiel der Faulbehälter an der ehemaligen Kläranlage Herne, unmittelbar an der Stadtgrenze zu Recklinghausen, zu dessen Füßen am Samstagnachmittag eine Schar geladener Gäste - darunter auch Ministerpräsident Jürgens Rüttgers, auf Kultur-Tour ging.

Es hatte schon etwas Bizarres: Wasser, Sekt und Kanapees, während die Künstlerin Silke Wagner auf dem Faulturm von den großen Bergarbeiterprotesten und -bewegungen der vergangenen 90 Jahre erzählte. Sechs Millionen kleiner Mosaiksteinchen in den grau-blauen Farben der typischen Bergmann-Handtücher hatte sie dazu auf einer Gesamtfläche von etwa 600 Quadratmetern zusammengesetzt. Der Betrachter muss nahe herangehen, um die Steinchen als Steinchen zu erkennen, von Weitem wirkt die „Bauchbinde“ des Faulturms wie gemalt.

Doch das ist noch nicht alles, was der ehemalige Sammelbehälter zu bieten hat: Das Künstlerduo Marc Weiss und Martin De Mattia (M+M) lädt die Besucher im Inneren des Faulturms ein, am Beispiel einer Ruhrgebietsfamilie einen Eindruck von der Entwicklung des Reviers zu bekommen.

Goldenes Dorf
und Reemrenreh

Auf vier im Karree aufgebauten Leinwänden sind Filmsequenzen zu sehen, in denen die Familienmitglieder zwar teilweise leicht zeitversetzt die gleichen Sätze sprechen, die aber in andere Zusammenhänge und Szenen eingebettet sind – zunächst etwas verwirrend, dann aber doch recht spannend.

Direkt auf der anderen Seite der Herner Bahnhofstraße, im Recklinghäuser Stadthafen, befindet sich das „Goldene Dorf“ ein mehrteiliges Kunstprojekt der Kunstakademie Münster. Noch etwas weiter im Osten dann am Herner Meer die Reemrenreh-Installation von Bogomir Ecker und Bülent Kullukcu und die Ornithologische Station von Marc Dion, die zu finden es allerdings gewisser Pfadfinder-Begabungen bedarf.

Gabriele Heimeier


Kommentare
01.06.2010
17:53
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01.06.2010
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01.06.2010
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01.06.2010
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01.06.2010
17:51
Ab auf die Insel
von Krisenmanager | #1

Heute morgen war das gesamte Gelände um den Faulbehälter geschlossen. Das Eingangstor zum Gelände war zusätzlich mit einer Kette und Schloß gesichert. Keiner der Mitarbeiter war in der Lage den Schlüssel oder einen Bolzenschneider zu besorgen. Auch nach 3 Stunden war das Tor noch nicht auf. Viele auswärtige Besucher sind verärgert wieder abgezogen. Das goldene Dorf ist nicht ausgeschildert und versteckt im Hafen. In Gelsenkirchen war im Nordsternpark/Emscherinsel das Besucherzentrum sehr schlecht zu finden. Keiner kannte es und Hinweisschilder sind nicht vorhanden. Sauschlechte Organisation.

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