45 weitere Flüchtlinge sind Dienstag in Herne angekommen

Nun Erstaufnahme-Einrichtung des Landes: die ehemalige Görresschule in Herne-Röhlinghausen.
Nun Erstaufnahme-Einrichtung des Landes: die ehemalige Görresschule in Herne-Röhlinghausen.
Foto: Thomas Schmidt /Stadt Herne
Was wir bereits wissen
45 weitere Flüchtlinge sind am Dienstag in Herne angekommen. Sie wohnen in der ehemaligen Görresschule. Dort gibt es Probleme beim Brandschutz.

Herne..  Dienstag gegen 17 Uhr sind wie angekündigt weitere 45 Flüchtlinge in Herne eingetroffen. Sie wurden in der Görresschule untergebracht, in der seit Freitag 46 Asylbewerber leben (die WAZ berichtete). Die Stadt hat aus der ehemaligen Grundschule an der Edmund-Weber-Straße in Röhlinghausen eine Erstaufnahme-Einrichtung des Landes gemacht, weil die Landeseinrichtungen überfüllt sind. Zwei bis vier Wochen sollen die Flüchtlinge in Herne bleiben.

Die Stadt hat unterdessen den Zustand der Schule am Dienstag aus brandschutzrechtlicher Sicht „als akzeptabel beurteilt“, teilte Stadtsprecher Christian Matzko mit. Zunächst hieß es gestern, dass die oberen Etagen der Schule wegen mangelnden Brandschutzes geräumt werden müssten. Nun aber sollen die „Fluchtgerüste“ erst einmal reichen: Das Gebäude wurde Ende vergangener Woche eingerüstet, damit die Bewohner im Falle eines Feuers einen zweiten Fluchtweg haben.

Bei einer längerfristigen Nutzung als Flüchtlingsunterkunft seien die Fluchtgerüste aber nicht geeignet, sagt Matzko. Heißt: Sollte Herne über eine längere Zeit Flüchtlinge für das Land aufnehmen, „muss eventuell wieder auf Lösungen wie die Belegung von Sporthallen zurückgegriffen werden“.

Am Montag, so Matzko zur WAZ, soll das Unternehmen European Homecare die Betreuung der zurzeit 91 Asylbewerber übernehmen. Sie lösen die Helfer von DRK, Maltesern und ASB ab, die seit Freitag ehrenamtlich Tag und Nacht im Einsatz sind und auf ihren Arbeitsstellen fehlen.