45 Jahre in Herner Familienbetrieb

Zum Mitarbeiterjubiläum gratulierten Mathilde Jünemann (2.v.l.) Dr. Elisabeth Hinz (l.), Dr. Rolf Hinz und Dr. Kathrin Paeske-Hinz (r.)
Zum Mitarbeiterjubiläum gratulierten Mathilde Jünemann (2.v.l.) Dr. Elisabeth Hinz (l.), Dr. Rolf Hinz und Dr. Kathrin Paeske-Hinz (r.)
Foto: Ralph Bodemer / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Mathilde Jünemann feierte gestern ihr Jubiläum im kieferorthopädischen Labor Hinz. Ihre Arbeitgeber kennt sie aus Kindertagen.

Herne..  Mathilde Jünemann war am Dienstagmorgen etwas überrumpelt, als die angekündigte Betriebsversammlung im kieferorthopädischen Labor Dr. Hinz ausfiel. Stattdessen stand die bescheidene Dame plötzlich selbst im Mittelpunkt des Geschehens. Seit 45 Jahren arbeitet sie nunmehr für die Herner Praxis. Gestern wurden ihr dafür gebührende Ehren zuteil.

„Mathilde war 16, als ich sie eingestellt habe“, verkündet Prof. Dr. Rolf Hinz. „Nein, erst 15“, korrigiert die heute 60-Jährige ihn schmunzelnd und erntet dafür die Bewunderung ihrer Kollegen. „Ich wollte hier auch nie weg“, berichtet die Labortechnikerin.

Ihre Einstellung sei damals kein Zufall gewesen: Die junge Mathilde wohnte im Nachbarhaus der Familie Hinz, kümmerte sich um die Hühner. Dann brauchte Rolf Hinz eine Hilfskraft fürs Labor - und entschied sich für Mathilde Jünemann. Einen „richtigen Glücksfall“ nennt er diese Entscheidung und möchte Mathilde nicht mehr missen. Sie ist ein fester Teil des Familienbetriebs. Auch deshalb komme ihm und seiner Frau Elisabeth Hinz nie in den Sinn, „Frau Jünemann“ zu sagen. „Für uns bist und bleibst du die Mathilde“, lacht er und tätschelt ihr väterlich den Rücken.

Handwerkliches Geschick

Besonders schätze er „ihre Zuverlässigkeit, Loyalität, Kontaktfreudigkeit und Fröhlichkeit“. Mathilde hat schon die ein oder andere Hilfskraft ausgebildet“, so Hinz. „Dafür muss man handwerklich geschickt sein“, lobt eine Kollegin.

Mathilde Jünemann gibt sich bescheiden. Sie ist gerührt von so viel Zuspruch. Dabei sei ihre Arbeit doch „gar nichts Dolles.“ Seit 45 Jahren fertige sie die Plastikelemente für Zahnspangen an. Sie mag ihren Job. Auf die letzten zweieinhalb Jahre bis zum Ruhestand mit 63 freue sie sich deshalb.