40 neue Bäume sollen Lücken füllen, die Ela gerissen hat

Christoph Rullmann (SDW), OB Horst Schiereck, Uwe Plattes und Christian Uerkwitz (beide Innospec, v.l.) bei der symbolischen Baumpflanzung.
Christoph Rullmann (SDW), OB Horst Schiereck, Uwe Plattes und Christian Uerkwitz (beide Innospec, v.l.) bei der symbolischen Baumpflanzung.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Orkan Ela hat schwere Verwüstungen im Herner Baumbestand verursacht. Nun spendeten Innospec und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald 40 Ersatzbäume.

Herne..  So langsam rückt der Jahrestag von Ela näher. In der Nacht vom 9. auf den 10. Juni vergangenen Jahres fegte der Orkan mit seiner zerstörerischen Kraft auch über Herne hinweg und veränderte auf nicht absehbare Zeit das Stadtbild.

Bis jetzt hat Herne - laut Stadtgrün-Leiter Heinz-Jürgen Kuhl - etwa 1500 Bäume durch Ela verloren. „Und wir sind noch gar nicht durch mit unseren Kontrollen“, so Kuhl. Er rechnet damit, dass am Ende rund 2000 Bäume dem Orkan zum Opfer gefallen sein werden. Man muss kein Experte sein, um zu ahnen, dass eine Wiederaufforstung Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, dauern wird. Zur Einordnung: Bislang gab es in Herne nicht einmal 100 Neupflanzungen (zu denen die WAZ mit ihrer Spendenaktion beigetragen hat).

Ebenfalls einen deutlichen Beitrag leisteten gestern das Chemieunternehmen Innospec sowie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Gemeinsam spendeten sie 40 neue Bäume. Die Exemplare - eine Mischung aus zwölf Arten - sind etwa zehn Jahre alt und etwa fünf Meter hoch. Gepflanzt wurden sie am Radweg zur Plutohalde in Sichtweite zum Innospec-Standort, an der Flora Marzina und im Wanner Stadtgarten. Oberbürgermeister Horst Schiereck, der ebenfalls einen Spaten zur Hand nahm, freute sich, dass speziell die Lücke am Radweg so geschlossen wird. Auch dort hatte Ela heftige Schäden angerichtet.

Innospec-Geschäftsführer Uwe Plattes betonte, dass es dem Unternehme ein Anliegen sei, für die Gemeinde aktiv zu sein: „Wir wollen uns weiter wohl fühlen in der Stadt.“ Plattes wies darauf hin, dass die langjährige Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) sehr gut passe.

SDW-Bundesgeschäftsführer Christoph Rullmann wies noch einmal darauf hin, dass Bäume die Lebensqualität steigern und für das Stadtklima unerlässlich seien. Insbesondere die hohen Feinstaubkonzentrationen gäben Anlass, Stadtbäumen wieder größere Aufmerksamkeit zu schenken.