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40 Meter über Herne

01.10.2012 | 16:22 Uhr
40 Meter über Herne
Grandios ist der Blick von oben, im Vordergrund Kreuzkirche und City-Center, hinten die Kraftwerke Shamrock (Mitte) und Steag (rechts).Foto: Ute Gabriel

Herne.   Besuch auf dem höchsten Gebäude der Stadt: Vom Dach des Wohnturms in der Innenstadt von Herne hat man bei schönem Wetter einen grandiosen Weitblick. Nur: Hoch darf da noch lange nicht jeder. Und: Es gibt in 40 Metern Höhe Strahlung durch eine Satellitenschüssel.

Schon von weitem sind die drei Wohntürme an der Kreuzkirche in Herne-Mitte sichtbar. Mit 40 Metern ist das Hochhaus mit der Hausnummer 19 das höchste Gebäude der Stadt. Die drei Türme sind unmittelbar miteinander verbunden, Hausnummer 17 und 19 haben sogar den selben Eingang. Wer einen bestimmten Namen auf den Klingeln sucht, muss entweder ein sehr gutes Auge haben oder genau wissen, in welcher Etage der Gesuchte wohnt. Denn bei 115 Knöpfen für beide Häuser kann man schon mal den Überblick verlieren. Im Inneren des Gebäudes hängen zwei Tafeln mit der Aufschrift „Wohnturm 1“ und „Wohnturm 2“. „Fast wie im früheren World Trade Center in New York“, meint ein vorbeigehender Besucher aus der zweiten Etage schmunzelnd. Ganz so hoch ist der höchste Wohnturm Hernes dann doch nicht. Wenn man jedoch die insgesamt 19 Etagen hinauf möchte, sollte man den Aufzug nehmen. Denn selbst dieser benötigt rund drei Minuten, bis er im obersten Stockwerk angekommen ist.

Überwachung durch Videokamera

Unbemerkt bleibt man in dem Wohnturm nicht lange. Eine Videokamera in den Fahrstühlen filmt jeden Besucher. Der Hausmeister hat dafür eine Begründung: Man könne den gesamten Block nicht ohne Kamera bewachen, sagt er. Und: „Es passieren einfach zu viele schlimme Dinge, so dass wir unseren Mietern durch die Kameras etwas mehr Sicherheit geben wollen.“

Den höchsten Punkt des Hauses hat man erst erreicht, wenn man zwischen Satellitenschüsseln steht und den Wind in den Haaren spürt. Wem schnell schwindelig wird in hohen Höhen, hat hier oben nichts zu suchen. „Auf das Dach dürfen sowieso nur bestimmte Personen mit einer Genehmigung und in Begleitung von uns“, erklärt der Hausmeister. Diese Vorsichtsmaßnahme beruhe auf dem Umstand, dass früher schon Menschen ihrem Leben hier ein Ende gesetzt haben und gesprungen sind. „Das ist alles andere als schön und wir möchten das natürlich um jeden Preis vermeiden“, so der Hausmeister.

Wer es darf, kann bei gutem Wetter vom höchsten Gebäude der Stadt einen tollen Ausblick genießen. In der Ferne ist etwa das Dach der Arena auf Schalke als kleiner weißer Punkt zu erkennen. Der Energie-Riese Steag mit seinem 300 Meter hohen Turm liegt ebenfalls gut in Sichtlinie. Von hier oben werden Autos zu Spielzeugen und Menschen zu Kinderpuppen. Lange darf man auf dem Dach aber nicht verweilen. Die Strahlung durch die Satellitenschüsseln sei laut Hausmeister auf Dauer nicht angenehm. Stimmt: Wenn man genau vor einer Schüssel steht, merkt man schon nach wenigen Minuten leichte Kopfschmerzen.

In den Fluren des Wohnturmes herrschen eher dunkle Lichtverhältnisse, schließlich ist das Gebäude aus den 60er Jahren. Die Bewohner fühlen sich aber offenbar wohl. „Die Wohnungen sind hell und es ist vor allem kein Lärm, wenn man ganz oben wohnt“, erzählt eine junge Mutter aus der 18. Etage.

Nur schwindelfrei muss man in jedem Fall sein. Denn 40 Meter in die Tiefe schauen, muss der Magen erst einmal aushalten.

Franziska Bombach


Kommentare
02.10.2012
08:13
40 Meter über Herne
von Fornax_Bo | #6

Ui ui ui...da wirken wohl noch die Satellitenstrahlen ... hach was ein schöner Artikel...

01.10.2012
20:39
40 Meter über Herne
von DerBornheimer | #5

Ich hatte beim Lesen den Eindruck, hier schreibt ein Mittelstufenschüler einen Deutschaufsatz.

Terme wie "wenn man", "haben sogar", "kann man schon mal" erwarte ich eher in einer Schülerzeitung.

01.10.2012
20:37
40 Meter über Herne
von Kenner1962 | #4

Also, die Grundsteinlegung der Wohntürme ist so in den Jahren 1973/74 erfolgt, da die Gebäude ab 1976 bezugsfertig gewesen sind! Die Wohntürme werden auch im Volksmund scherzhaft als Hartz-4-Tower bezeichnete, da ja, wie schon im Artikel richtig erkannt, nur die wenigsten Bewohner einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen und zur tagtäglichen Unterhaltung, Sateliten-Fernsehen benötigen!

01.10.2012
20:29
40 Meter über Herne
von Kenner1962 | #3

Die Grundsteinlegung der Wohntüre wurde 1972/74 vollzogen, also kann das Gebäude nicht aus den 60er Jahren sein!

01.10.2012
20:16
40 Meter über Herne
von iswatlos | #2

Toller Aufsatz, aber leider sachlich falsch :-( Das höchste Gebäude Hernes ist der Schornstein des Steag-Kraftwerks (312 m ). Aber das war vor einiger Zeit auch schonmal in der WAZ zu lesen...

Allerdings ist der Wohnturm das höchste Wohngebäude.

1 Antwort
40 Meter über Herne
von Kenner1962 | #2-1

...auch Hartz-4-Tower genannt!!!!

01.10.2012
18:41
40 Meter über Herne
von B0D0SFAN | #1

Sehr schön Franziska,ein wirklich toller Aufsatz.Hatte bis jetzt noch gar keiner bemerkt das der Wohnturm das höchste Haus in Herne ist.Wenn du etwas mehr Zeit für deine Hausaufgaben gehabt hättest wäre die aufgefallen das sehr viele Wohnungen leerstehen.Das Gebäude steht schon lange zum Verkauf,aber es will wohl keiner haben.Es gibt Probleme mit den Mietern .Wahrscheinlich zu viele Transferleistungsberechtigte.(frag einfach deinen Lehrer)Außerdem,sprech mal mit deinem Physiklehrer.Satellitenschüsseln strahlen gar nicht,die empfangen nur.Die Kopfschmerzen waren bestimmt vom vielen Nachdenken.

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