32 337 (Euro-)Kilometer
27.09.2009 | 14:56 Uhr 2009-09-27T14:56:00+0200
Zweites „Radeln für das Lukas-Hospiz” sieht 462 Starter vom Gartenfreund bis zum Langstreckenfahrer auf den verschiedensten Routen.
Zum zweitenmal erst auf die Räder gestellt, ist das „Radeln fürs Lukas-Hospiz” fast schon eine Kultveranstaltung. Noch gegen neun Uhr ein beschaulicher Ort an einer ruhigen Jean-Vogel-Straße in Herne-Süd, war das Hospiz am Samstag eine Stunde später der Treffpunkt für 139 Radsportler aus zwölf Vereinen zwischen Gelsenkirchen, Dortmund, Witten und Waltrop, die in verschiedenen Leistungsruppen Distanzen zwischen 72, 111, und 151 Kilometer unter die schmalen Reifen ihrer schnellen Rennräder nahmen.
Kaum war dieser Ansturm bewältigt, trudelten bei strahlendem Sonnenschein zwischen 11 und 13 Uhr die verschiedensten Wandergruppen und Hobbyfahrer an der Anmeldung ein, um entweder die eigene Lieblingsstrecke zu fahren, mit dem ADFC zum Gelsenkirchener Nordsternpark zu radeln oder eine von drei ausgearbeiteten Routen über 14, 33 und 49 km zu wählen.
Ob Kleingartenverein Gartenstadt oder Lionsclub Emschertal, ob Turnverein Börnig-Sodingen oder ein Team vom Anna-Hospital oder ein eigens für diese Fahrt gegründetes Sechserteam des Castroper Media-Markts mit der Botschaft „Social is the way we drive”, sie alle und viele Einzelfahrer oder Familienteams sorgten schließlich für ein Ergebnis, das die Organisatoren Anneli Wallbaum, Gisbert Fulland, Helge Kondring und das große Helferteam nicht in ihren kühnsten Träumen erwartet hätten: Als die letzten beiden von insgesamt 462 Startern von ihrem „Ausflug” ins Bergische Land nach über 100 km kurz gegen 18 Uhr dankbar eine Bratwurst und ein Pils beim gleichzeitigen Sommerfest im Hospizgarten zu sich nahmen, waren es genau 32 337 Kilometer. Damit waren es genau so viel von Sponsoren garantierte Euros für die Arbeit eines Hauses, in dem todkranke Menschen bei fürsorglicher Pflege ihre letzte Lebensphase verbringen.
Der elfjährigen Jonas Deimann (SG Holzwickede), der zusammen mit seinem Vater 152 Kilometer für den guten Zweck zurückgelegt hatte, war deshalb auch besonders stolz und nahm seine Startkarte mit dem Logo des Lukas-Hospiz als Urkunde mit.
Das Sommerfest selbst mit Luftballonwettbewerb, Hüpfburg für die Kinder , Country-Band, Clown, Bastel- und Bücherbasar, Würstchen-, Kuchen und Reibeplätzchenstand, Getränkewagen und viel Gelegenheit zu Gesprächen unter Menschen in ungewohnter Umgebung bis in den Abend hinein ließ ebenfalls keine Wünsche offen.
14:20
...und Spaß gemacht hat es außerdem auch noch!