24 Vorbereitungsklassen an Herner Schulen

Flüchtlingskinder sind in Nordrhein-Westfalen – anders als in anderen Bundesländern – schulpflichtig. Kinder, die noch keine ausreichenden Deutschkenntnisse haben, besuchen zunächst für maximal zwei Jahre die so genannten Vorbereitungsklassen. In dieser Zeit sollen sie vor allem die Sprache lernen, sie müssen nicht in die nächste Jahrgangsstufe versetzt werden. Wie die Schulen die Integration in den Schulalltag bewerkstelligen, bleibt ihnen freigestellt.

In Herne gibt es aktuell 24 Vorbereitungsklassen mit insgesamt 280 Schülern. So unterrichten Herner Grundschulen 142 Kinder und Jugendliche mit nicht ausreichenden Deutschkenntnissen in den Vorbereitungsklassen. Bei den Hauptschule betrifft es 63 Schüler, bei Realschulen 30 Schüler, an den Gesamtschulen 17 Schüler und am Gymnasium 28 Schüler. Die Zahlen für die Berufskollegs konnte die Bezirksregierung nicht ermitteln. Hier gibt es zwei Vorbereitungsklassen. Um den großen Betreuungsbedarf zu decken, sind landesweit mehr als 3000 Stellen für Lehrkräfte mit der Zusatzqualifikation Deutsch als Zweitsprache ausgeschrieben. Für eine Vorbereitungsklasse mit 15 bis 18 Schülern steht je eine halbe Stelle zur Verfügung. Von der Bezirksregierung heißt es, dass „die Stellen bei anhaltender Zuwanderung möglicherweise nicht mehr ausreichen werden.“