14 000 Euro für früheren DRK-Geschäftsführer
18.10.2011 | 12:58 Uhr 2011-10-18T12:58:00+0200
Herne.Das Deutsche Rote Kreuz und sein im Mai gekündigter Geschäftsführer Klaus Starke (56) haben am Dienstag vor dem Herner Arbeitsgericht ihre Auseinandersetzung beigelegt.
Zwar fanden DRK-Vorstand und Starke auch bei der Verhandlung inhaltlich nicht zueinander, ließen sich aber auf den Einigungsvorschlag der Vorsitzenden der 3. Kammer, Richterin Große-Wilde, ein. Starke bekommt 14 000 Euro, seine Kündigung zum 30. Juni 2011 wird von beiden Seiten akzeptiert.
Nur kurz hatte die Zusammenarbeit gewährt. Im November 2010 als Berater verpflichtet, stieg Starke Anfang Mai als hauptamtlicher Geschäftsführer ein. Doch schon bald wollte das DRK ihn loswerden. Er habe untragbare Bemerkungen gegenüber Mitarbeitern gemacht, ließ DRK-Justiziar Peter Närdemann durchblicken, mit frauenfeindlichem Einschlag. Klägeranwalt Josef Wegener bestand darauf, dass die Bemerkungen im Kontext einer Karnevalsveranstaltung gefallen seien.
Weiterer Vorwurf: Der Geschäftsführer habe einen VW Golf bestellt. Ob ihm das zustand - ein Dienstwagen war zugesichert - oder nicht, weil er über eine solche Summe nicht entscheiden durfte, blieb ebenso ungeklärt wie die Frage, ob Starke als leitender Angestellter zu behandeln sei. Falls nicht (und das sah sein Anwalt so), hätte ein Betriebsrat der Kündigung zustimmen müssen, was nicht geschah. Rätsel gab der Kammer die Entscheidung des DRK auf, den Geschäftsführervertrag zu einem Zeitpunkt abzuschließen, als die Querelen offenbar schon begonnen hatten, nämlich im April.
Nach anfänglichem Zögern einigten sich Kläger und DRK auf vier Brutto-Monatsgehälter. Während dieses Arbeitsverhältnis also endgültig gelöst ist, besteht ein weiteres mit den Kliniken Oberhausen „ohne Tätigkeit“ bis 2016 fort, wie Richterin Große-Wilde nebenbei bemerkte. Klaus Starke war dort Pflegedirektor, bevor er nach Herne kam.
0mitdiskutieren