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Tanzfestival

1001 Nacht in Herne

25.03.2012 | 15:09 Uhr
1001 Nacht in Herne
Orientalisches Tanzfestival „Im Zeichen des Orients“ in den Flottmann-Hallen. Foto: Thomas Schild / WAZ FotoPool

Herne.   In den Flottmann-Hallen verbreiteten Shows, Workshops und ein Basar die Atmosphäre von 1001 Nacht

Bunte Kostüme, raschelnde Gürtel, zarte Schleier, exotische Gerüche und Gerichte verführten am Wochenende in den Flottmann-Hallen die Besucher. Der Samstag stand ganz „Im Zeichen des Orients“. Das internationale Tanzfestival war zum zweiten Mal in Herne zu Gast. „Es gibt dieses Festival schon seit über 15 Jahren, aber es fand vorher in Gelsenkirchen statt“, sagt Diana Mielbach, künstlerische Leiterin und Vorsitzende des verantwortlichen Hertener Vereins Up to Dance.

An diesem Tag war für jeden etwas dabei. Im Foyer ein Basar aus Ständen mit Kostümen, aber auch mit importierter Ware aus Marokko: Gewürze, Löffel, Arganöl und orientalischer Tee. Viele der zu erwerbenden Kostüme waren selbst genäht: „Die sind zugeschnitten auf europäische Frauenkörper. Europäische Frauen sind einfach größer. Außerdem sind die orientalischen Kostüme doch sehr freizügig und die Europäerinnen fühlen sich wohler, wenn sie etwas mehr angezogen sind“, sagt Heike Behrends aus Hannover. Sie selbst war 20 Jahre Tänzerin, und da sie selten ein Kostüm gefunden habe, fing sie an selber welche zu entwerfen und zu nähen. Seit fünf Jahren betreibt sie ein Geschäft mit ihren Kostümen.

Neben den Kostümständen hatten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, einige Speisen aus dem Libanon zu probieren. „Das alles hier ist traditionelle libanesische und vor allem hausgemachte Küche“, erzählt Silat Omirate, der Koch. Die Besucher hatten die Wahl zwischen verschiedenen Teigtaschen, gefüllten Weinblättern und Salaten, die zwar nicht scharf, aber dafür lecker waren.

Wer sich für die Technik des Bauchtanzes interessierte, konnte sich am Stand der Hernerin Yasmina Said über die sogenannte Estoda-Ausbildung informieren. Dabei handele es sich um eine reine Technik-Ausbildung, sagt Said. Schritt für Schritt würden die Bewegungsabläufe erklärt und am Ende der Ausbildung könne man selbst ausbilden.

„Auch wenn bis jetzt weniger Besucher da waren als im letzten Jahr, hat sich für mich die Fahrt von Hannover gelohnt“, zieht Heike Behrends, die Kostümnäherin, eine erste Bilanz am Nachmittag. Dass das Wetter für ein Indoor-Festival eigentlich zu gut ist, lässt sich nicht verleugnen, doch Diana Mielbach bleibt positiv: „Es werden wohl weniger spontane Besucher vorbeikommen, doch die Shows, vor allem die Abendshow, werden gut gefüllt sein“.

Neben dem Basar seien erstmalig drei Tanzshows Bestandteil des Festivals, erklärt die Veranstalterin. In diesen Shows treten Anfängerinnen aber auch professionelle Bauchtänzerinnen auf. „In der Abendshow werden es mehr professionelle Tänzerinnen sein als in den beiden Nachmittagsshows, denn sonst wäre das ja für die Zuschauer zu langweilig“, verrät Diana Mielbach.

„Im Zeichen des Orients“ heißt aber nicht nur zuschauen, sondern auch aktiv werden. Acht Workshops wurden angeboten, zu denen die Interessierte allerdings im Vorfeld anmelden mussten. Die meisten Workshops waren für erfahrene Bauchtänzerinnen reserviert oder zumindest für solche mit Vorkenntnissen. Diana Mielbach: „Wir wollten Kurse für jeden Schwierigkeitsgrad anbieten, für Frauen ohne Vorkenntnisse, Anfänger im Tanzen, aber auch für die Fortgeschrittenen“,

Jessika Heuer

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2012-03-25 15:09
Nachrichten aus Herne und Wanne-Eickel