1 700 werden im Jahr erwischt
25.06.2007 | 04:09 Uhr 2007-06-25T04:09:43+0200HCR unterstützt Forderung nach härteren Strafen für Schwarzfahrer. Das Herner Nahverkehrsunternehmen setzt auf seinen Linien 20 Kontrolleure ein. Täglich sind vier unterwegs, aber "niemals alleine"
Härtere Strafen für Schwarzfahrer in Bussen und Bahnen forderte jetzt in Berlin der Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VdV). Einem entsprechenden Antrag an das Verkehrsministerium, das Strafgeld von zurzeit 40 auf 60 Euro zu erhöhen, würde auch die Straßenbahn Herne - Castrop-Rauxel GmbH (HCR) zustimmen. Sprecher Dirk Rogalla: "Wir begrüßen diese Forderung." Denn auch dem Herner Nahverkehrsunternehmen geht durch die Schwarzfahrer ein gehöriges Sümmchen durch die Lappen. "Bei jährlich etwa 18 Millionen Fahrgästen auf unseren Linien kontrollieren wir etwa 130 000. Davon werden ca. 1 700 ohne einen gültigen Fahrausweis erwischt", so Rogalla. Damit läge die HCR zwar unter dem Bundesdurchschnitt von zwei bis drei Prozent, aber "das Geld fehlt uns natürlich". Man dürfe allerdings nicht 1 700 mit 40 Euro multiplizieren, denn bei "Inhabern von Schoko- oder Bärentickets, die ihre Karten vergessen haben, fordern wir oft nur eine Bearbeitungsgebühr zurück", so Rogalla.
Die HCR setzt ihre Kontrolleure aus einem Pool von 20 Beschäftigten ein. Dazu gehören fest angestellte Verkehrsmeister, aber auch Studenten, die auf 400-Euro-Basis arbeiten. Täglich sind vier auf den Linien der HCR im Einsatz, darunter mindestens zwei Verkehrsmeister. "Alleine ist ein Kontrolleur nie", so Rogalla, "mal setzen wir zwei, auf den stärker frequentierten Linien wie der 311 auch vier ein". Übrigens: Auch wer in der Mitte des Busses einsteigt und nicht beim Fahrer, ist verpflichtet, sein Ticket oder seinen Fahrschein zu zeigen. JoS.
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