Zwei neue Modelle fürs Museum
11.01.2012 | 18:43 Uhr 2012-01-11T18:43:00+0100
Dinslaken. Chinesische Kaolin-Mühle und eine Ölmühle aus dem Iran sollen in 2012 gefertigt werden. Mühlenverein mit Rück- und Ausblick.
Den „Knüller“ sparten sich Kurt Altena und Heinz Siemenowski beim Pressegespräch des Mühlenvereins Hiesfeld zum Jahresbeginn bis zuletzt auf. Wie Vorsitzender und Stellvertreter berichteten, sollen noch in 2012 zwei neue ausgefallene Modelle fürs Mühlenmuseum gebaut und angeschafft werden.
Eine Mühle aus dem hochwertigen chinesischen Porzellan Kaolin (ein Modell steht im Museum in Shanghai), als zweites eine Ölmühle aus dem Iran. In beiden Fällen hat Kurt Altena bereits Kontakt zu den jeweiligen Botschaften in Deutschland aufgenommen, um Pläne für die Modelle zu bekommen. Danach sollen die Mühlen von Hiesfelds holländischem Mühlenbauer in Rotterdam gefertigt werden. Die jeweils rund 4000 bis 5000 Euro werden aus der Rücklage des Mühlenvereins genommen, wie Altena erklärt. „Unser Museum ist mit 60 Modellen zwar ausgeschöpft, aber wir wollen unseren Besuchern auch etwas Neues bieten“.
Rund 20 000 „bevölkerten“ 2011 Mühlenmuseum, Wasser- und Windmühle, wie der Vorstand stolz bilanzierte. 98 Grundschulklassen wurden mit der ältesten Industriekultur bekannt gemacht. „Wir sind an unsere Grenzen gestoßen, mehr geht nicht“, wünschen sich Altena und Siemenowski Verstärkung. „Wir freuen uns immer auf neue Mitglieder, die auch mal anpacken wollen“. Das könne bei Führungen sein oder beim Sonntagsdienst im Museum.
Kurt Altena nannte weiter den guten Start der Homepage (www.muehlenmuseum-dinslaken-hiesfeld.de) unter Webmaster Paul Duscha („ein Glücksfall für uns“), das Fest für die gut 100 Mitglieder und Förderer im Mühlenmuseum, die traditionellen Veranstaltungen zum Deutschen Mühlentag (Pfingstmontag) und zum Tag des offenen Denkmals (11. September) mit jeweils rund 400 Besuchern und natürlich „unsere Müllerin“.
Wie berichtet, ist Sabine Hillebrecht Deutschlands einzige Müllerin mit Examen. Die gebürtige Hiesfelderin wuchs nur wenige Meter neben der Windmühle an der Sterkrader Straße auf. Voller Stolz gratulierte ihr eine Abordnung des Mühlenvereins Hiesfeld am 5. Oktober 2011 in Oploo/Niederlande zur bestandenen Prüfung. In Kürze erhält sie in Amsterdam die „Rolle“ (Meisterbrief) vom Königshof.
Auch NRZ-Radwandertag am Mühlenmuseum, Krippen-Sonderausstellung, Oldtimer-Rallye an der Wassermühle und „Advent am See“ mit den Mühlenfrauen waren Jahreshöhepunkte. Mit Oliver Ibach (34) verstärkte das jüngste Mitglied den Vereinsvorstand.
Der weist auf seine Traditionsveranstaltungen in 2012 und auf eine Vorlesung im Mühlenmuseum hin (max. 40 Personen): Im April liest Dr. Ingo Tenberg aus seinem neuen Buch „Hiesfeld, die bewegte Geschichte eines Dorfes“.
Öffnungszeiten von Museum und Windmühle
Das Mühlenmuseum ist ganzjährig sonntags von 10 bis 12.30 Uhr geöffnet. Die Windmühle kann im Sommerhalbjahr samstags von 11 bis 13 besucht werden. Der Eintritt ist jeweils frei. Gruppenführungen können nach telefonischer Absprache vereinbart werden: 1. Vorsitzender Kurt Altena, Tel. 02064/94188.
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