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Karneval

Zug in Dinslaken: „Da wär’n wir dabei“

06.03.2011 | 17:44 Uhr
Zug in Dinslaken: „Da wär’n wir dabei“
Jecken am Zugrand in Voerde Anno 2011. Foto: Peggy Mendel

Voerde.Der Karnevalszug 2012 nicht in Voerde, sondern in Dinslaken? „Ja da sind mer dabei, dat is prima.“ In dieser karnevalistischen Grundstimmung reagierten Vereine am Sonntag auf die Diskussion.

Sie reagierten am Rande des Empfangs vor dem Voerder Karnevalszug am Sonntag im Wasserschloss Voerde auf die Idee, die Altweiberfastnacht von der Dinslakener KG Rot Gold im Gespräch mit der NRZ öffentlich gemacht wurde.

„Wir sind mit den Vereinen schon teilweise im Gespräch“, erklärte der erste Vorsitzende des Voerder Karnevalsvereins (VKV) Stefan Schmitz. „Die Dinslakener Vereine haben uns in Voerde immer unterstützt, wir würden es ebenso tun. Wenn die Dinslakener nach Voerde gehen, können die Voerder ebenso nach Dinslaken gehen.“ In 30 Jahren hat der VKV seine Kompetenz in Sachen Straßenkarneval bewiesen. Hier streckt der VKV seine Hände aus. „Wir müssen unser Know-how mit einbringen“, so Schmitz. „Aber das werden wir schon tun und wir werden dann schon klar kommen“. Eine Kooperation zwischen den Dinslakener Vereinen und den Zugprofis vom VKV also.

Egon van Lierop vom Dinslakener Festkomitee, das den Straßenkarneval in seinen Händen sieht, wollte dazu noch keinen Kommentar geben. Man treffe sich nach Aschermittwoch zum Thema und werde sich dann äußern: „Erst denken, dann reden“, so van Lierop.

„Karnevalszug in Dinslaken? Da stehen wir dahinter“, meint dagegen das Tambourkorps Voerde prompt. „Wir spielen doch jetzt schon mehr in Dinslaken als in Voerde.“ Auch 36 Jahre nach der kommunalen Neuordnung scheint der ehemalige Altkreis fest zusammen zu halten.

„Wir würden gerne in Dinslaken mitmachen“, sagt Jörg Schwarz von Jeck in Hünxe. „Man hat es ja schon gemunkelt, und wo Bürgermeister Michael Heidinger jetzt auch Blau-Weis(s)heits-Ritter ist.“ Schwarz bringt den Altkreis ins Spiel. „Das würde schon passen, wenn die Sicherheitsbedingungen erfüllbar sind“. Sicher ist für ihn, dass es keinen Karnevalszug in Hünxe geben wird. „Und Wesel würde mir nicht liegen. Das ist eine Welt entfernt.“ Im Gegensatz zu Dinslaken.

Egon Bachtrup, als Einzelperson und Spellener Thekenturner doppelter Ehrensenator des VKV, könnte sich vorstellen, dass Voerder Sponsoren den Zug in Dinslaken unterstützten. „Bei einer gemeinsamen Sache, würden die Voerder sicherlich den Igel aus der Tasche nehmen. Wir wollen doch nur einen schönen Tag haben, Spaß und Freude. Wenn der Zug jedoch erst einmal ausfällt, besteht die Gefahr , dass alles zerfällt.“

Unter den gegebenen Umständen ist sogar der Voerder Bürgermeister Leonhard Spitzer bereit, den Zug in die Nachbarstadt ziehen zu lassen. „Das wäre mit Sicherheit eine Alternative und eine tolle Sache. Ich denke, Dinslaken würde die Teilnehmer mit der gleichen Gastfreundschaft empfangen wie Voerde. Ich wünsche ihnen viel Glück.“

Bettina Schack

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