Zu wenig Präsenz der Polizei

Hünxe..  Auf Fragen der inneren Sicherheit wurde CDU-Bürgermeisterkandidat Michael Helmich bei seinen Begegnungen mit den Hünxer Bürgern oft angesprochen. Was lag also näher, als sich einmal selbst in der Hünxer Polizeiwache zu informieren. Polizeihauptkommissar Klaus Herbst, Leiter der Wache, umriss zunächst den Aufgabenbereich der Hünxer Polizei und konnte beruhigen: Im Vergleich zu anderen Kommunen des Kreises Wesel sei die Kriminalitätsrate in Hünxe relativ niedrig. Auch die Anzahl der Verkehrsunfälle ist im vergangenen Jahr von 369 auf 376 nur leicht angestiegen.

Allerdings bereite die steigende Anzahl von Wohnungseinbrüchen sowohl den Bürgern als auch der Polizei einige Sorgen. Hier konnte Herbst auf die seit Mitte vergangenen Jahres umfangreichen Aktionen der Kreispolizeibehörde Wesel hinweisen. Doch mahnte Klaus Herbst auch an, dass Wohnungs- und Hauseigentümer es den Einbrechern oft zu leicht machten.

Durch einfache Sicherungsmaßnahmen könne man einem Einbruch vorbeugen. Dazu biete die Polizei kostenlose Beratungen an ( 0281/107-0). Ein Plus in Hünxe: Gerade im ländlichen Raum sei die Sozialkontrolle noch besonders ausgeprägt und verhindere oft Schlimmeres, meinte der Wachleiter.

Ganz zufrieden war Michael Helmich nicht. Für ihn, wie laut seiner Meinung für viele Bürger, sei die Präsenz der Polizei zu gering. Er wolle sich dafür stark machen, dass bei den ständig wachsenden Aufgaben der Polizei mehr Polizeibeamte im Bereich Hünxe eingesetzt würden. Ein Streifenwagen in der Fläche von Oberlohberg bis Schermbeck-Üfte sei eindeutig zu wenig, so Helmich. Gut fände er es auch, die Polizeiposten in den einzelnen Ortsteilen wiederzubeleben – um Bürgernähe zu schaffen und das Sicherheitsgefühl zu verstärken.