„Wir können noch mehr Freiwillige gebrauchen“

Dinslaken..  Im Mai feiert der älteste Löschzug Dinslakens sein 125-jähriges Bestehen. Die Planungen für das große Jubiläum laufen auf Hochtouren. Zeit blieb trotzdem noch, um auf der Jahreshauptversammlung des Löschzugs Stadtmitte Bilanz zu ziehen und langjährige Mitglieder zu ehren. Der stellvertretende Bürgermeister Eyüp Yildiz betonte die Bedeutung der ehrenamtlichen Helfer. Auch für den Zusammenhalt innerhalb der Bevölkerung. Finanzielle Einschnitte dürfe es seiner Meinung nach deswegen nicht geben.

Der Löschzug bildet derzeit auch angehende Helfer mit Migrationshintergrund aus. Im Einsatz kann das von Vorteil sein, weil sprachliche Barrieren schnell überbrückt werden können. „Das muss gefördert werden“, findet Yildiz, „für den Zusammenhalt ist das sehr wichtig.“ Junge Feuerwehrleute treten zudem als Vorbild auf und bringen so andere dazu, sich zu engagieren. Daher vertritt Yildiz (SPD) im Rat die Position, dass finanzielle Einsparungen bei der Feuerwehr nicht gemacht werden dürfen. „Das darf meiner Meinung nach nicht passieren.“

Markus Schröter, Leiter des rund 50 Mann starken Trupps, würde sich wünschen, dass noch mehr Freiwillige den Weg zur Feuerwehrzentrale an der Hünxer Straße fänden. „Wir könnten noch mehr gebrauchen. Das ist das leidige Thema im Ehrenamt-Bereich“, sagt Schröter, „das Problem ist, die Leute zu begeistern.“ Es kommt vor, dass mitten in der Nacht der Alarm klingelt. Am nächsten Tag müssen die Lebensretter in ihren normalen Berufen arbeiten. Die Belastung kann sehr groß sein. Zu dünn ist die Personaldecke allerdings auch nicht. „Die Bürger brauchen sich keine Sorgen zu machen. Wir kommen und machen das Feuer aus“, so der Löschzugführer.

Das Jahr 2014 war vergleichsweise ruhig. Zwar rückte der Löschzug wieder gut hundert Mal aus, diesmal hatte der Löschzug Stadtmitte aber kein Großereignis zu bewältigen.

Ein großes Ereignis war dagegen der Samstagabend für die Beförderten und Geehrten des Löschzuges. Oktay Kirli, Cengiz-Han Cecik, Justin Wilms gen. Graf wurden zum Feuerwehrmann, René Böttcher, Max Ketzer, Daniel Pietschke, Robin Ressing, Thomas Riesch und Stefan Roskosch zum Oberfeuerwehrmann befördert. Stefan Suchy trägt fortan den Titel des Unterbrandmeisters, Bernd Stevens den des Brandinspektors.

Geehrt wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft: Kurt Weinbrandt (55 Jahre), Hans-Dieter Moczadlo, Eberhard Klein, Karl Krüger (alle 50 Jahre), Klaus Degen (45 Jahre), Friedhelm Kerseboom (40 Jahre), Uwe Berson (30 Jahre) und Markus Schröter (25 Jahre).