Winterdienst in Alarmbereitschaft

Der Winterdienst in Dinslaken.
Der Winterdienst in Dinslaken.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
In der zweiten Wochenhälfte könnte es noch einmal Schnee und Eis geben. Die kommunalen Bediensteten sind bereit, bei entsprechender Wetterlage umgehend auszurücken

Dinslaken/Voerde/Hünxe..  Am Samstag zeigte sich der Winter bereits von seiner kalten Seite - und wenn man den Meteorologen glauben darf, kehrt er in der zweiten Wochenhälfte noch einmal zurück. Dann könnte es wieder ziemlich glatt werden auf den Straßen in Dinslaken, Voerde und Hünxe.

Der DIN-Service ist auf jeden Fall vorbereitet: 15 Fahrzeuge und 30 Mitarbeiter in Rufbereitschaft stehen bereit, um sich bei Glätte jederzeit auf den Weg machen zu können, so Dinslakens Stadtsprecher Horst Dickhäuser. „Wir sind gerüstet“. Für die Mitarbeiter gibt’s sogar eine Urlaubssperre.

Kritik an Räumung in Dinslaken

Der Kritik einiger Verkehrsteilnehmer, die sich am vergangenen Samstag über spät geräumte Straße in Dinslaken ärgerten, hält Dickhäuser entgegen: Sämtliche Mitarbeiter seien im Einsatz gewesen und hätten die Straße nach ihrer Priorität geräumt. Doch solange es schneit, habe das Streuen noch keinen Sinn. Ganz oben stehen die Ein- und Ausfallstraßen wie Willy-Brandt-Straße, Hünxer Straße, Wilhelm-Lantermann-Straße oder Augustastraße. Höchste Priorität haben auch die Brücken über Emscher und Rotbach. Da es am Samstagmorgen aber heftig geschneit hat, sei es nicht möglich gewesen, sämtliche Straßen schneefrei zu halten. Schon deshalb, weil die Fahrzeuge einige Stunden für ein Umlauf allein durch die Straßen der Prioritätsstufe 1 brauchen.

Für die kommenden Tage gelte das gleiche Prozedere wie im gesamten Winter: Die Mitarbeiter des DIN-Service erhalten Informationen von der Wetterwarte Essen, aber auch zum Beispiel von der Polizei, falls diese an einer Stelle Glätte feststellt. Zudem kontrolliere ein Mitarbeiter selbst die Straßen, so Dickhäuser. Stellt der Glätte fest, alarmiert er seine Kollegen. Schon nach 20 Minuten könnten die ersten Fahrzeuge unterwegs sein. „Wir haben ja selbst ein Interesse daran, dass die Straßen frei sind und Rettungsfahrzeuge gut durchkommen“, versichert Dickhäuser. Dennoch müssten die Autofahrer sich auch an die Situation anpassen vorsichtig fahren.

Mehr als 100 Tonnen Salz vorrätig

Auch die Stadt Voerde sieht sich für eine Rückkehr des Winters gewappnet. Besondere Vorkehrungen über die gängigen hinaus wird der Kommunalbetrieb (KBV) nicht treffen. „Das ist ein ganz normaler Winterdienst“, betont der zweite KBV-Betriebsleiter Ernst Brill. Zwölf Kräfte hat der Kommunalbetrieb für diese Aufgabe im Einsatz und sechs Fahrzeuge. Gestreut wird in drei Stufen. Auch genügend Streumittel sind angesichts des bislang insgesamt eher milden Winters noch vorrätig: Im Lager liegen noch etwas mehr als 100 Tonnen Salz – zum größten Teil noch aus dem vergangenen Jahr, wie Brill erläutert.