Wie soll der Kiosk heißen?

Der im vergangenen Jahr abgebaute Kiosk 422 an der Hünxer Straße soll wieder aufgebaut werden.
Der im vergangenen Jahr abgebaute Kiosk 422 an der Hünxer Straße soll wieder aufgebaut werden.
Foto: Heiko Kempken/WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Unternehmensnetzwerk Wirtschaft vor Ort und Forum Lohberg engagieren sich für den Wiederaufbau des Kiosk an der Hünser Straße 422. Ein Name wird gesucht.

Dinslaken..  Derzeit erinnern nur noch ein Stück weiße Fassade und ein paar Meter Backsteine an den alten Kiosk an der ehemaligen Zechenmauer an der Hünxer Straße 422. Aber das soll sich mit dem Engagement des Lohberger Unternehmensnetzwerks Wirtschaft vor Ort und dem Forum Lohberg ändern. Der Kiosk, mit dem eine 90-jährige Stadteilgeschichte verbunden ist, soll wieder aufgebaut werden: nach den alten Plänen des einstigen Schaffnerhäuschens am Ende der Straßenbahnlinie (die NRZ berichtete).

Ein Pausenraum für Mitarbeiter des öffentlichen Nahverkehrs, ein Kiosk als sozialer Treffpunkt für Bergleute, seit 2010 durch die kreativen Ideen und das Engagement von Britta L.QL Kunstobjekt, Ausstellungsraum und Dinslakens winzigste Veranstaltungsstätte. Im Oktober 2013 schloss die Künstlerin den „Kunstkiosk 422“ ab, im September letzten Jahres wurde die inzwischen völlig marode Bretterbude von Mitgliedern des Unternehmensnetzwerkes abgerissen.

Rund 43 000 Euro veranschlagt Wirtschaft vor Ort, um das alte Schätzchen neu entstehen zu lassen. 10 000 Euro bringen die Firmen an Eigenleistung selbst ein, 5000 Euro gibt die Stiftung Ledigenheim. Um die Deckungslücke zu schließen, werden noch Sponsoren gesucht.

Der Kiosk braucht aber auch einen neuen Namen. Und dafür setzen das Unternehmensnetzwerk und das Forum Lohberg auf die Ideen der Dinslakener! Bis zum 8. April können die Vorschläge beim Forum Lohberg, Johannes-platz 4 - 6, 46537 Dinslaken, E-mail: info@forum-lohberg.de eingereicht werden. Als Preis winken zwei Tickets für die Extraschicht 2015.

Gemeinwesen stärken

Das Forum Lohberg wird als Bürgerverein sowohl die Bauherrenfunktion als auch die Trägerschaft übernehmen. Gemeinsam mit der Stadt Dinslaken wird es sicherstellen, dass die Nutzung des neuen Kiosks das Gemeinwesen des Stadtteils Lohberg unterstützt und stärkt. Ziel ist es, neben der kontinuierlichen Arbeit auch Projekte und Veranstaltungen zu verorten und die verschiedenen Akteure des Stadtteils einzubinden. Dabei wird sich federführend die Schülerpersonalagentur des Deutschen Kinderschutzbundes engagieren und die Verbindung zu den Jugendlichen im Stadtteil herstellen.

Weiterhin werden unter anderem das Jugendquartiersmanagement und die Gemeinwesenarbeit des Deutschen Kinderschutzbundes eingebunden. Hierüber wird die kontinuierliche Nutzung sichergestellt, ein Stück Ruhrgebietskultur erlebbar gemacht.

Anknüpfend an den „Kunstkiosk 422“ von Britta L.QL soll Kunst aus dem Stadtteil sichtbar gemacht werden und sollen Kinder und Jugendlich angeregt werden, eigene Kunst zu kreieren und zu präsentieren. Zudem soll der Kiosk vielfältige Informationen und lokale Geschichte(n) vermitteln.

Der Besucher erhält wichtige Informationen zu Radrouten und Ausflugszielen. Kartenmaterial und Flyer sind im Büdchen erhältlich, eine große Radkarte befindet sich im Außenbereich. Geplant ist auch ein Service Punkt für Radfahrer.

Die 90-jährige Historie des Kiosks soll ebenfalls im Außenbereich dokumentiert werden. Dazu werden persönlich erlebte Geschichten rund um den Kiosk gesammelt und vorgestellt.

Bis zum 8. April nimmt das Forum Lohberg Namensvorschläge für den wieder aufgebauten Kiosk an der Hünxer Straße 422 entgegen. Dann treffen die Juroren ihre Entscheidung. Mitglieder der Jury sind Thomas Termath (Stadt Dinslaken), Volker Schorsch (UnternehmensNetzwerk Wirtschaft vor Ort), Bettina Schack (NRZ Dinslaken) und je ein Vertreter oder eine Vertreterin vom Forum Lohberg und der Stiftung Ledigenheim.