Wie Kinder und Jugendliche ihr Voerde sehen
16.02.2010 | 21:00 Uhr 2010-02-16T21:00:00+0100
Voerde. Die Zweige der Kopfweide bilden den Schriftzug „Voerde”, daneben hebt sich das weiße Haus Voerde vom blauen Himmel ab; große bunte Herzen und verkleidete Narren sind auf einem anderen Bild zu sehen. 600 Gemälde schmücken zurzeit die Voerder Innenstadt.
Voerde. Die Zweige der Kopfweide bilden den Schriftzug „Voerde”, daneben hebt sich das weiße Haus Voerde vom blauen Himmel ab; große bunte Herzen und verkleidete Narren sind auf einem anderen Bild zu sehen. 600 Gemälde schmücken zurzeit die Voerder Innenstadt. „Voerde. Vielfalt mit Herz” ist das Motto der Ausstellung im Rahmen der Local-Hero-Woche. Voerder Schüler der Klassen 5 bis 12 haben ihre Sicht der Stadt in Acryl festgehalten.
Beim Rundgang durch die Innenstadt wird schnell klar: Die Schüler sehen ihre Stadt bunt. Da sind Kinder in Karnevalskostümen zu sehen, viel Natur, Kopfweiden und der Rhein, der Turm von Haus Storchennest, eine Moschee, aber auch dunkle Kraftwerke. Viele Schriftzüge zieren die Bilder. „Ruhr 2010” oder „I love Voerde” ist zu lesen.
Initiatorin des Projekts ist die Voerder Künstlerin Martina Reimann. Sie nahm Kontakt zu den Schulen auf, besorgte Leinwände und Acrylfarben und lud die Kunstlehrer zum Malabend in ihr Atelier ein. Das Thema legte die Künstlerin extra breit an, „damit jeder etwa eigenes daraus machen konnte”. Schließlich machten alle weiterführenden Schulen mit: Real- und Gesamtschule, das Gymnasium und die Janusz-Korczak-Schule. Von dem Ergebnis des Projekts ist Martina Reimann begeistert: „Da sind richtig tolle Bilder entstanden.” Die Schüler seien mit viel Liebe und Engagement daran gegangen und hätten das Projekt zu ihrer Herzensangelegenheit erklärt. Martina Reimann sorgte dafür, dass die 40 mal 40 Zentimeter großen Gemälde im Rathaus, der Stadtbibliothek und in den Schaufenstern von rund 40 Geschäften an Bahnhofstraße, im Osterfeld oder am Rathausplatz hängen.
Die Schüler fänden es toll, dass ihre Arbeiten nun auch einmal ausgestellt würden, sagt Martina Reimann. Verdient haben sie es. „In den Bildern spiegelt sich ihre Sichtweise wieder”, sagt die Künstlerin, „da kann man Ecken von Voerde entdecken, die man selbst nicht kennt.”
Noch bis zum Sonntag, 21. Februar werden die vielfältigen Gemälde der Schüler in der Innenstadt hängen. Ab dem 1. März sollen die Acrylbilder dann eine Wand des Rathaussaals schmücken. „Wie ein großes Mosaik”, so Martina Reimann, sollen die Werke bis Anfang Mai im Rathaus hängen. jb
0mitdiskutieren