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27.02.2008 | 17:28 Uhr

TOURISTIK-MESSE. Nonne, Mönch, Magd, Hexe und Nachtwächter gaben sich ein Stelldichein am Dinslakener Stand.

DINSLAKEN. "Ein reicher Schatz, so sagen die Gerüchte, soll vor langer, langer Zeit auf dem Weg nach Kleve gewesen sein. Doch das Schiff ward bei Eppinghoven versenkt und im Nebel der Zeit rankten sich allerlei Legenden um den Schatz, den Ihr nun finden könnt..." Die Besucher der Niederrheinischen Touristik-Messe in Rheinberg bleiben erwartungsvoll stehen, lauschen der ruhigen Stimme der "Marie" in ihrer Tracht aus dem 17. Jahrhundert, bestaunen Nachtwächter, Nonne und Mönch und versuchen sich selbst einmal am geheimnisvollen Zahlenrätsel um das Historienspiel vom "Vermächtnis der Marie".

Historienspiel und Nachtwächter

Hexe Uhland Dammartz und Nachtwächter Heinrich Denkhaus tauchen ebenfalls aus der Vergangenheit auf, preisen die Geschichte ihrer Stadt. Für die Gegenwart sind eher Dinamit und Trabrennbahn zuständig. "Ich bin neugierig auf das Geheimnis, aber auch auf die Nachtwächterführung." Inge Eichhorn löst begeistert das Räsel und hofft auf den Gewinn, eine Teilnahme am Historienspiel. Den Weg von Kleve nach Dinslaken scheut sie dafür nicht. "Das ist ja nur eine halbe Stunde Fahrt. Und eine historische Schnitzeljagd gibt es sonst am Niederrhein nicht."

Eine positives Resümee zieht auch Bianca Gehrmann, Projektmanagerin der Dinamit GmbH, nach drei Tagen Messe. "Wie auch beim Historienspiel führten wir bei uns am Stand mehrere hundert Kundengespräche." Stadtführungen, Veranstaltungen, Rotbachroute und geführte Radtouren waren der Renner. Die Trabrennbahn stellte sich hingegen am Sonntag mit einem Rennen per Leinwand vor. Ganz echt, mit Tippspiel und der Chance, Wettgutscheine zu gewinnen. Ein überlebensgroßes Pferd mit Sulky durfte in der Messehalle natürlich auch nicht fehlen.

Es lief also gut für die Stadt im Grünen. "Vor allem von den Kostümen fühlten sich die Besucher angesprochen", meint Museumspädagogin Cordula Hamelmann, die als Marie auf das Historienspiel aufmerksam machte. Und auch Eduard Sachtje als Nachtwächter, Beate Hettmer als Hexe, Ruth Wendt als Nonne und Birgit Gargitter als Mönch konnten sich über Zuspruch nicht beklagen. "Die Leute sind an Geschichte interessiert", weiß Archivarin Gisela Marzin aus langjähriger Erfahrung, "vor allem, wenn sie noch stimmungsvoll verpackt ist."

23 000 Besucher auf der Messe

Klaus Wolfertz von der Tourismus-Koordinationsstelle des Kreises Wesel, zu dem der Dinslakener Stand gehörte, zeigt sich begeistert von der Atmosphäre. "Unser Zielpublikum sind Tagesbesucher. Wir sind von Anfang an mit dem Kreis Wesel und den einzelnen Städten und Gemeinden vertreten. Und von Jahr zu Jahr vergrößert sich der Besucherstrom auf dieser Messe. Mit 23 000 Besuchern wurde der bisherige Rekord übertroffen." Vor allem gezielte Fragen nach Übernachtung-, Wander- und Radwandermöglichkeiten, Veranstaltungen und Events würden hier vorrangig gestellt. Der Niederrhein mit all seinen Facetten werde halt immer interessanter. (big)

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