Wenn die Helene kommt...

Voerde..  Die rund 220 kunterbunt gekleideten Gäste schunkeln im Gasthaus Möllen zu lautstarker Karnevalsmusik. Scheint die Stimmung schon am frühen Nachmittag auf dem Höhepunkt zu sein, sagt eine vom fünfköpfigen Organisationsteam: „Was meinste, was los ist, wenn die Helene kommt.“ Das vierstündige Programm der närrischen Frauen der KFD St. Paulus Voerde reicht von Playback-Musik, die Doris und ihre Mädels noch etwas auf der Bühne aufpeppen, über Sketche bis hin zu den Büttenreden, die zu diesem Anlass natürlich nicht fehlen dürfen. Doch trotz der guten Laune, die praktisch programmiert ist, schwingt dieses Mal leise Wehmut mit, schließlich ist es der letzte Möhneball der KFD St. Paulus unter der Leitung von Ellen Grah und Geli Deumlich – und ob es Nachfolgerinnen geben wird, ist noch fraglich.

Seit neun Jahren überlegen sich die beiden das Karnevals-Programm, organisieren und schmeißen auch schon mal in letzter Sekunde noch etwas um. „Für dieses Jahr haben wir im Oktober angefangen zu planen, in den letzten 14 Tagen haben wir uns täglich gesehen und praktisch bis gestern Abend um 24 Uhr gearbeitet“, erzählt Geli Deumlich. Das ist jedes Jahr aufs Neue viel Arbeit, von der sie aber noch lange zehren. „Wenn wir abends nach Hause gehen, sind wir immer stolz und zufrieden“, erzählt Ellen Grah. Deshalb genießen sie auch dieses letzte Mal das Ergebnis ihrer harten Arbeit und hoffen gleichzeitig, dass sich bald Nachfolgerinnen finden lassen.

Auf der Bühne kündigt Doris Neumann mittlerweile „die Helene“ an. Als diese mit blonder Perücke und nur etwas älter als das Original auf die Bühne tritt, um zu „Atemlos“ zu tanzen und mitzusingen, tobt tatsächlich der Saal. Auf dieses Finale ihrer Karnevalskarriere blicken Ellen Grah und Geli Deumlich wahrscheinlich noch lange mit einem Lächeln zurück.

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