Vor dem Start hieß es: „Trinken, trinken“

Start zur NRW-Radtour war am Donnerstagmittag am Neutor.
Start zur NRW-Radtour war am Donnerstagmittag am Neutor.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Trotz der Hitze beteiligen sich rund 1000 Freizeitradler an der Aktion. Der Auftakt war am Donnerstagmittag am Neutorplatz.

Dinslaken.. Die Temperaturanzeige über „brillen-chic“ lügt nicht: 37 Grad! Bei „Rossmann“ an der Kasse wandern diesen Mittag unzählige Flaschen Mineralwasser über den Scanner, nebenan macht auch der „Kiosk am Neutorplatz“ ein gutes Geschäft mit dem Verkauf von kühlen Getränken, vereinzelt wird sogar ein Becher Kaffee geordert. Die Schattenplätze sind rar rund um die Neutor-Galerie und deshalb besonders begehrt. Dort und auf dem gesamten Neutorplatz „knubbelt“ es sich: Rund 1000 Freizeitradler, jung und älter, warten auf den Startschuss zur NRW-Radtour, die in diesem Jahr ihren Ausgangspunkt in Dinslaken hat.

Bis zum 5. Juli wird das Feld vier Tage lang in Etappen 245 Kilometer durch das Münsterland radeln und über die Stationen Haltern am See (gestern), Münster und Rheine als Ziel Steinfurt erreichen. Auch Einzeletappen (45 bis 75 Kilometer) oder Teilstücke ab ausgewiesenen Pausenorten können gefahren werden.

„Trinken, trinken, trinken!“, lautet ständig der Appell der Veranstalter – das sind West-Lotto, die NRW-Stiftung und WDR 4. Und während sich manche der in buntem Radlerdress gekleideten Teilnehmer vor dem Start noch an den mobilen Getränkeständen versorgen, sich verpflegen und nette Gespräche führen, erklingt von der Bühne schöne Piano-Livemusik von „Radio Lukas“. Norbert Klump, 1. Polizeihauptkommissar, heißt die Freizeitradler willkommen. Etwa 60 Kollegen würden den Tross begleiten. „Schonen Sie bitte deren Nervenkostüm und folgen Sie den Anweisungen. Nehmen Sie Geduld mit auf die Tour“, bittet er und dankt gleichzeitig den Mitbegleitern von ADFC und DRK.

Lohberg-Corso eröffnet

„Ich bin eher der Jogger, aber fahre auch gerne Rad“, bekennt Bürgermeister Dr. Michael Heidinger. „Dinslaken ist auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt.“ Die kurze Strecke bis nach Lohberg wird er gleich mitradeln, um dort den Corso zu eröffnen. „Die Menschen sollen NRW noch besser kennen lernen. Die Tour soll das Heimatgefühl und den Zusammenhalt stärken“, so Landtagsvizepräsident Eckhard Uhlenberg, Vorstand NRW- Stiftung. Auch auf Naturschutz- und Kulturobjekte werde unterwegs aufmerksam gemacht. Zu den geförderten Projekten gehöre etwa die Hiesfelder Windmühle.

Dann ist es so weit. Zum Startschuss erklingen „Barfuß im Regen“ und „Ich seh den Sternenhimmel“. Alle Teilnehmer winken, klingeln und es dauert fast eine viertel Stunde, bis auch der letzte den Startbereich passiert hat. „Bitte aufschließen“, tönt es aus einem Polizeiwagen, am Ende fährt der „Besenwagen“ mit. An vielen Absperrungen vorbei geht es dann zur Eröffnung des Lohberg-Corsos, der mit mehr als 200 Bäumen begrünten Nord-Süd-Achse auf dem ehemaligen Zechengelände – eine Flaniermeile und auch ein beliebter Weg für Radler. (s. Box)