Von Kenia quer über den Kontinent nach Kamerun

Dinslaken/Limbe..  Sie kann einfach nicht genug bekommen von der großen fernen Welt – Dr. Barbara Hünten-Kirsch. Die Dinslakener Ärztin hatte vor vier Jahren ihr Heimatland Richtung Nairobi verlassen, um dort im Mathare Valley als Ärztin zu arbeiten. Immer wieder verlängerte sie ihren Arbeitsvertrag. In diesem Jahr aber wechselte sie Hilfsorganisation und Ort. Seit Anfang November lebt und arbeitet Dr. Barbara Hünten-Kirsch nun für zwei Jahre in Limbe, Kamerun, an der Atlantikküste. Ein Ort, an dem Ausländer, die in Kamerun leben, sonst eher Urlaub machen.

„Ich wohne in einem schönen Haus mit einem kleinen Garten, Terrasse und Balkon, von dem ich den Mount Kamerun (aktiver Vulkan, 4000 m hoch) sehen kann. Wenn er nicht gerade hinter Wolken verschwunden ist“, schreibt sie aus dem tropisch-warmen Limbe.

Im Krankenhaus sei sie für die Tuberkulose-Station zuständig. Außerdem kümmert sie sich auch dort um das HIV-Programm. Mehr als 3000 Patienten werden mit lebensrettenden antiretroviralen Medikamenten gegen den Ausbruch von Aids versorgt. „Nachdem anfangs wenig zu tun war, wird es jetzt immer mehr“, berichtet sie. Deshalb muss sie auch heute ran, denn Silvester ist ein normaler Arbeitstag. Neujahr aber ist auch in Kamerun ein Feiertag. „Vielleicht gehe ich nach Down-beach, an den Stadtstrand, an dem man mit Blick auf die Ölplattform den Sonnenuntergang bewundern kann“, fasst sie ihr Silvestervergnügen zusammen.