Voerder Seniorentreff braucht Verstärkung

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Was wir bereits wissen
Das Team ist nach dem Ausscheiden einiger Kräfte akut personell in der Klemme. Gesucht werden teamfähige Helfer mit Einfühlungsvermögen.

Voerde..  Das Marktfrühstück des Seniorentreffs der Stadt Voerde ist für Maria Melchert seit mehr als zehn Jahren zweimal in der Woche ein fester Anlaufpunkt. Wenn das Team der Einrichtung dazu einlädt, macht sie sich auf den Weg zu den Räumlichkeiten am Rathausplatz, sitzt dort mit ihrer Runde zusammen. „Man hört und sieht mal was anderes“, begründet die 84-jährige Seniorin, warum sie das Angebot gerne wahrnimmt. Möglich macht das Marktfrühstück und noch vieles, vieles mehr das agile Team um den Vorsitzenden Günter Grygiel.

Aktuell aber ist die Mannschaft personell in der Klemme, nachdem drei Kräfte ausgeschieden sind. Sie braucht dringend Verstärkung, um die Aufgaben gestemmt zu bekommen und um für mögliche Ausfälle aufgrund von Krankheit, familiärer Verpflichtungen oder Urlaub gewappnet zu sein. Das neunköpfige Team, darunter acht Frauen, hofft, ehrenamtliche Helfer zu finden, die ein- bis zweimal in der Woche stundenweise Zeit für „eine sinnvolle soziale Aufgabe“ aufbringen können.

Eine Grundvoraussetzung ist, dass sie Einfühlungsvermögen im Umgang mit älteren Menschen mitbringen und auch für persönliche Gespräche offen sind. Hannelore Pleines ist als Helferin von Beginn an mit dabei, die 74-Jährige ist wie Günter Grygiel Gründungsmitglied des 2001 an den Start gegangenen Seniorentreffs. Der Kontakt zu den Menschen und eine Aufgabe zu haben waren für sie damals Beweggründe, sich in der Einrichtung ehrenamtlich zu engagieren. Hannelore Pleines gehört zu den Ältesten im Team, sie ist mit dem Vorsitzenden am längsten dabei. Der Altersschnitt liegt um die Anfang 60. Mit 49 Jahren ist Silke Bettinger das Nesthäkchen in der Truppe. Vor sieben Jahren fand sie nach einer neuen Aufgabe suchend den Weg zum Seniorentreff – getragen von dem Wunsch, etwas mit älteren Menschen zu machen.

Für die Helfer ist das ehrenamtliche Engagement aber nicht nur ein Geben: „Man bringt sich nicht nur ein, man bekommt auch selber etwas zurück“, sagt Marianne Gorzelanczyk. Neben den positiven Reaktionen von Besuchern und deren Aufmerksamkeit gehört dazu auch die Gemeinschaft im Team selbst. „Jeder hat ein Vorschlagsrecht, jeder bringt seine Ideen ein“, betont Günter Grygiel. Teamfähigkeit ist denn auch ein weiteres Kriterium, das die neuen Helfer unbedingt erfüllen sollen.

Gefragt sind im Seniorentreff-Team ganz verschiedene Fähigkeiten, denn dessen Arbeit umfasst mehr als die Vorbereitung und Organisation des Marktfrühstücks, das zweimal im Monat stattfindet, der Spielenachmittage oder des Filmcafés. So macht die Einrichtung auch noch verschiedene andere Unterhaltungsangebote, die es zu gestalten gilt. Das Programm zum Karnevalsnachmittag am 10. Februar in der Gaststätte „Zur Kutsche“ zum Beispiel bestreiten die ehrenamtlichen Helfer selbst. Einige gehen dafür gar in die Bütt – Maria Gorzelanczyk etwa gibt den Horst Schlemmer. Alle zusammen legen sie verkleidet den Eröffnungstanz auf das Parkett. Wer auch eine gesellige Ader hat, dürfte im Team des Seniorentreffs also gut aufgehoben sein.

Mit allen, die Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit im Seniorentreff-Team bekunden, wird zuerst ein intensives Gespräch geführt. Danach haben sie die Möglichkeit, zunächst einige Male unverbindlich vorbei zu kommen, um zu schauen, ob beide Seiten die gleichen Vorstellungen haben, wie Vorsitzender Günter Grygiel erläutert.

Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich im Seniorentreff dienstags und freitags, 9 bis 12 Uhr, 02855/307409, oder bei Günter Grygiel, 0175/6255115, melden.