Voerder Kinderferientage sollen bleiben

Es darf wieder gezeltet werden.
Es darf wieder gezeltet werden.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Kultur- und Sportausschuss sprach sich klar dafür aus, das Angebot nicht zu streichen. Große Teile der CDU hatten für erhebliche Kürzung der Mittel plädiert

Voerde..  Die Kinderferientage sollen nicht der städtischen Finanznot zum Opfer fallen oder Einbußen erfahren. Das hat der Kultur- und Sportausschuss dem Stadtrat im Ergebnis mit deutlicher Mehrheit mit auf den Weg mitgegeben. Die Stadtverwaltung hatte als Einsparmöglichkeit den Wegfall der Kinderferientage ab 2016 zur Diskussion gestellt und die dadurch zu erzielende Entlastung für den hoch defizitären Haushalt mit 16 300 Euro beziffert. Der Fachausschuss votierte mit einer großen Mehrheit aus SPD, Grünen, Wählergemeinschaft (WGV), Linken und einer Stimme aus den Reihen der CDU dafür, das seit 1979 ununterbrochen in den Sommerferien stattfindende Angebot, dessen wichtigste Säule die beteiligten Vereine und Gruppen sind, von der Streichliste zu nehmen. Vertreter von SPD und Grünen unterstrichen den sozialen Aspekt, den die Kinderferientage dadurch erfüllten, dass sie den Kindern, die nicht in den Urlaub fahren, in den Sommerferien ein Angebot machen. Die Zahl dieser Kinder steige, bekräftigte Ingrid Hassmann (Grüne) die Bedeutung des Angebotes.

Im Namen der Christdemokraten hatte Bernd Altmeppen eine andere Lösung vorgeschlagen: Seine Fraktion plädierte mehrheitlich dafür, den Ansatz für die Kinderferientage erheblich, nämlich um 10 000 Euro auf 6 300 Euro zu kürzen. Die Möglichkeit, dies zu tun, würde sich nach Ansicht der CDU dadurch ergeben, dass auf die Fahrten in die Freizeitparks verzichtet wird. Diese bewerte die CDU als „nicht pädagogisch wertvoll“, betonte Altmeppen.

Verweis auf hohe Nachfrage

SPD-Fraktionsvize Bastian Lemm konstatierte, dass den Löwenanteil der Kosten Angebote ausmachten, die nicht in Voerde stattfinden, und regte eine inhaltliche Diskussion über die Ausrichtung der Kinderferientage in dem dafür zuständigen Arbeitskreis an. Walter Seelig (CDU), der nicht mit seiner Fraktion stimmte, räumte ein, dass der finanzielle Aufwand für die auswärtigen Angebote aufgrund der Fahrtkosten sehr hoch sei, gab aber die hohe Nachfrage zu bedenken. „Gerade diese Fahrten sind immer sofort ausverkauft.“

Gute Nachrichten konnte Dezernentin Simone Kaspar zum Ende der Sitzung in puncto Kinderferientage verkünden: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird in diesem Jahr wieder mit seinem großen Zeltlager mit von der Partie sein. Weil Betreuer fehlten, stand die Veranstaltung 2013 und 2014 nicht auf dem Programm. Fehlende Betreuer sind auch der Grund dafür, dass die Stadt bei ihren Fahrten zukünftig nur noch einen Bus einsetzen wird, wie Dezernentin Kaspar erklärte.