Voerde und Hünxe gehören zu den „Leadern“

Hünxe/ Voerde..  Leader - was ist das? hieß es vor wenigen Jahren noch. Inzwischen reißen sich die Regionen landauf, landab um dieses Förderinstrument für ihre Ideen und Projekte im ländlichen Raum. 43 hatten sich diesmal beworben, 28 wurden ausgewählt. Darunter die neu zusammengestellte Region Lippe-Issel-Niederrhein, der Hamminkeln, Hünxe, Schermbeck, Voerde und Wesel angehören.

In diesen Kommunen wurde für die Bewerbung intensive Vorarbeit geleistet. Jetzt sind alle Beteiligten glücklich, auch wenn man noch lange nicht am Ziel ist. Immerhin: Rund 2,7 Millionen Euro schwer wiegt das aktuelle Leader-Programm bis 2020 für die Region Lippe-Issel-Niederrhein. „Brücken bauen“ lautet das Motto, mit dem die Region Lippe-Issel-Niederrhein ins Rennen ging. In ihren einzelnen Kommunen hatten engagierte Bürgerinnen und Bürger Ideen für lokal bezogene Projekte entwickelt, die später zu einem einheitlichen Konzept zusammengetragen wurden. Einige, wie die Hamminkelner, hatten bereits positive Leader-Erfahrungen gesammelt. Davon konnten die anderen profitieren. Der Austausch örtlicher Initiativen untereinander war schon vorab ein Gewinn für die Beteiligten, wie Voerdes Bürgermeister Dirk Haarmann sagt.

Auch dieser Prozess ist also schon ein Brückenschlag. Andere, mit Projekt-Inhalt, sollen nun folgen - Brückenschläge in ganz viele Richtungen: zwischen Jüngeren und Älteren, Einheimischen und Migranten, Hilfsbedürftigen und Helfenden, regionalen Produzenten und Verbrauchern. Aber auch zwischen Mensch und Natur, linker und rechter Rheinseite, Niederrhein und Westfalen.

„Ich freue mich sehr, dass die Arbeit der Akteure vor Ort mit dieser Entscheidung belohnt wird. Die Förderung des ländlichen Raumes über das Leader-Programm ist ein wichtiges Instrument der rot-grünen Landesregierung“, unterstreicht MdL Norbert Meesters (SPD).