Voerde: Temporäres Wasser statt permanenter Teich

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Die neue Freizeitzone am Teichacker in Voerde ist eröffnet – allerdings ohne Wasserfläche.

Voerde..  Dass neben dem Teichacker in der Innenstadt ein Teich entstand, war eigentlich eher Zufall. Beim Ausbau der Friedrichsfelder Straße hatten Baumaschinen auf dem Gelände gestanden. Durch diese verdichtete sich der Boden und die Fläche lief voll Wasser. „Viele Anwohner kennen das noch als Ort, wo man seine Füße baden konnte – allerdings ist das auch schon länger her“, sagte Wilfried Limke, Erster und Technischer Beigeordneter der Stadt, zur Eröffnung der neuen Teichfläche.

Denn in den vergangenen Jahren fand sich statt des Teichs eine ausgetrocknete Schilflandschaft. Bemühungen der Stadt, wieder für Wasser zu sorgen, waren nicht von Erfolg gekrönt und so plante man die Anlage eines neuen Teichs. „Das war aus versicherungstechnischen Gründen am Ende allerdings nicht möglich“, erklärte Wilfried Limke den Besuchern zur Eröffnung der neuen Teichfläche. Denn ein Gewässer mit doch schon beachtlicher Tiefe in der Nähe einer Wohnsiedlung mit Kindern war eine Idee, die nicht auf Gegenliebe stieß.

Doch auch die Alternative kann sich sehen lassen: Eine leicht abfallende Fläche, von einer kleinen Mauer eingefasst, auf der sich einige große Findlinge befinden. Am Rande der Fläche steht eine Brause aus Metall. „Wenn die Sonne scheint, wird solarbetrieben Grundwasser dahin gefördert“, erklärte Wilfried Limke. „Hier werden sie also nass, wenn das Wetter gut ist.“ Die abgeschrägte Fläche sorgt dafür, dass sich das Wasser an der Mauer stauen kann. „Da wir keinen Teich haben konnten, haben wir jetzt temporäres Wasser“, kommentierte der Technische Beigeordnete. Durch eine kleine Öffnung in der Mauer, die sich per Hand erweitern lässt, kann das Wasser abfließen. Und zwar in eine kleine Überflutungsfläche hinter der Mauer. „Hier soll in Zukunft alles mit Pflanzen bewachsen sein“, erläuterte Wilfried Limke.

Die neue Fläche soll vor allem für die Jugendlichen in der Stadt ein Anlaufpunkt sein. Neben Liegebänken sorgt auch ein Unterstand dafür, dass man sich hier aufhalten kann. „Wir hoffen, diese Fläche wird auch in Zukunft so schön bleiben, wie sie heute ist“, sagte Wilfried Limke.