Voerde: Aufräumaktion fiel fast ins Wasser

Foto: FUNKE Foto Services

Voerde..  Der Himmel ist grau und aus der dichten Wolkendecke fällt ein beständiger Nieselregen auf die Spielgeräte des Spielplatzes zwischen Teichacker und Waymannskath. In Regenkleidung und mit einer Zange in der Hand sammelt SPD-Ratsmitglied Mark Sarres Unrat vom Boden auf. Sein Fraktionskollege Ralf Rieser ist derweil in einem der Gebüsche unterwegs, die den Spielplatz umgeben, und sucht nach Splittern von Glasflaschen. „Wir möchten mit unserer Aktion darauf hinweisen, dass an dieser Stelle hier Handlungsbedarf besteht“, erklärt Mark Sarres.

Dem Aufruf der beiden SPD-Ratsmitglieder, den Spielplatz zu säubern, ist an diesem Tag nur eine Familie gefolgt. Eltern und Kinder räumen gemeinsam den Müll weg. Sarres und Rieser freuen sich auch über diese Beteiligung. „Wir hatten bei diesem Wetter eigentlich schon damit gerechnet, dass wir hier alleine aufräumen“, erklärt Ralf Rieser. „Dass die Kinder hier mithelfen, finde ich positiv. Es zeigt, dass ihnen der Spielplatz wichtig ist.“

Immerhin ist das Areal in der Siedlung der größte Spielplatz auf dem Stadtgebiet. Entsprechend gut genutzt wird er auch an sonnigen Tagen. Bedauerlicherweise mit der Konsequenz, dass jede Menge Abfall auf den Spielflächen zurückbleibt. „Wenn man hier scharfe Glassplitter im Sandkasten findet, dann ist das unverantwortlich von jenen, die diesen Müll hinterlassen“, sagt Ralf Rieser erregt. „Wenn jeder am Ende des Tages seinen Müll wieder mit nach Hause nehmen würde, dann wären solche Aufräumaktionen überhaupt nicht nötig.“

Den eigenen Abfall selbst entsorgen? So hält es zumindest Familie Bienstock, die zur Aufräumaktion der beiden SPD-Politiker gekommen ist. „Wir hatten den Aufruf zu der Aktion im Briefkasten und da unsere Kinder regelmäßig hier spielen, ist es uns wichtig, dass es hier sauber ist“, sagt Mutter Sandy Bienstock. Gemeinsam mit Ehemann Michael und den Töchtern Lisa und Hanna hilft sie bei der Beseitigung des Unrats auf den Spielflächen.

Die sollen in Zukunft zumindest einmal pro Woche vom Kommunalbetrieb Voerde gereinigt werden. „Im Sommer reicht das fast schon nicht aus“, sagt Ralf Rieser. Deswegen sei bürgerliches Engagement an dieser Stelle auch wichtig. „Es gibt auch Eltern, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf den Spielplatz achten“, sagt Mark Sarres. „Aber auch deren Kinder werden irgendwann erwachsen.“