Vier von 70 Geschäften stehen leer

Dinslaken..  Leerstehende Geschäftslokale in der Neustraße, daran müsse man sich erst gewöhnen. Das habe man bislang nicht gekannt, erklärte Wirtschaftsförderin Svenja Krämer gestern im Ausschuss für Liegenschaften und Wirtschaftsförderung. Gleichzeitig beruhigte sie die Lokalpolitiker. Es würden zurzeit vier von 70 Ladenlokalen leer stehen. „Das ist eine Quote, die uns nicht nervös machen muss“, fügte sie hinzu. Drei leerstehende Geschäfte gebe es am Neutorplatz, eines am Altmarkt und zwei, drei an der Bahnstraße.

Auf der Neustraße würden in absehbarer Zeit ein, zwei weitere Geschäfte aufgegeben. Dann gebe es auf der Neustraße noch zwei, drei Wackelkandidaten. So bezeichnet sie Unternehmen, die sowohl eine Filiale in der Neutor-Galerie als auch ein Geschäft auf der Neustraße haben. Als positives Signal bewertet sie den Umbau der DM-Filiale auf der Neustraße. Die Drogeriekette habe den Mietvertrag um fünf Jahre verlängert, sagte Krämer im Gespräch mit der NRZ. Insgesamt profitieren die Händler der Neustraße von der Galerie. Sie sprechen von höheren Umsätzen und von mehr Kunden.

Ein großes Problem seien aber die Öffnungszeiten. Einheitliche Zeiten seien nötig, damit Besucher der Neutor-Galerie auch über die Neustraße bummeln. Wie Krämer berichtet, ruderten einige Händler schon wieder zurück. Ihre Läden würden sie montags bis freitags schon um 18 Uhr schließen, samstags nur bis 14 Uhr für Kunden da sein. Einheitliche Öffnungszeiten zu bekommen, sei „eine der ganz großen Aufgaben“, so Krämer.

In diesem Jahr würde sie in der Innenstadt ganz gerne die Aktion „Kunst statt Leerraum“ durchführen. Dabei könnten im Rahmen der Ruhrtriennale Künstler eingebunden werden. „Das wäre ein Gewinn für die Innenstadt“, meint Krämer.

Kiosk und Info-Punkt

Wie es mit dem „Kunstkiosk 422“ in Lohberg weitergeht, ist weiterhin fraglich. Einige im Verein „Wirtschaft vor Ort“ zusammengeschlossene Unternehmen wollen einen neuen Kiosk errichten, Dabei wollen sie sich an die Originalbaupläne von 1918 halten. Ein Nutzungskonzept hat das Forum Lohberg entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Schülerpersonalagentur des Kinderschutzbundes soll die Nutzung des Kiosks, der an den Wochenende geöffnet sein soll, sichergestellt werden.

Der Neubau soll ein Kiosk sein, ein Bindeglied zwischen „Alt- und Neulohberg“, wo Lohberger Kunst präsentieren können, und ein Info-Punkt sein, an dem Besucher etwas über den Kiosk, über den Bergpark und die Gartenstadt erfahren. Das Forum Lohberg wird nach Auskunft der Verwaltung die Neuerrichtung realisieren und finanzieren. Die Kosten wurden mit rund 40 000 Euro beziffert. Ein Viertel der Summe würde in Eigenleistung aufgebracht. Schon die Abrissarbeiten des alten Kiosk erfolgten in Eigenleistung. Die Informationen der Verwaltung zu dem Thema waren der SPD-Fraktion zu dürftig. Die von ihr beantragte Vertagung wurde beschlossen.