Viele wollten Greta helfen
13.12.2011 | 18:20 Uhr 2011-12-13T18:20:00+0100
Dinslaken. Schon lange vor Ende der Typisierungsaktion gingen der DKMS die Röhrchen aus. Nachschub musste geholt werden.
Gegen Mittag und weit vor Schluss der Typisierungsaktion am Berufskolleg, Standort Konrad-Adenauer-Straße, ging nichts mehr: Die 200 Röhrchen für die 5 ml Blut waren verbraucht.
Mit einem so enormen Andrang hatten die Organisatoren nicht gerechnet. „Im St. Vinzenz Hospital sowie im Evangelischen Krankenhaus gibt’s diese kleinen Röhrchen nicht“, erzählt Christian Drummer-Lempert, stv. Schulleiter des Berufskollegs, „daher musste jemand von der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) los, um Nachschub zu besorgen.“
Eine große Anzahl an Schülern, Lehrern aber auch Bürgern waren dem Aufruf gefolgt, um sich für die dreijährige an dem Myelodysplastischem Syndrom erkrankten Greta ein wenig Blut abnehmen zu lassen. Andere Schüler, so berichtet Brummer-Lempert weiter, backten, kochten und verkauften ihre kulinarischen Genüsse, um die Finanzierung der gesamten Aktion zu unterstützen. Denn jede Typisierung kostet rund 50 Euro. Der Großteil der Aktion konnte über die Volksbank und ein weiters Geldinstitut aufgebracht werden, der Verein Gänseblümchen stiftete 5000 Euro.
„Mit diesem Erfolg hatten wir gar nicht gerechnet“, freut sich der stellvertretende Schulleiter. „Wir haben uns entschlossen, die Aktion im nächsten Jahr im Berufskolleg zu wiederholen.“ Selbst wenn ein passender Spender für Greta gefunden wird, auch andere Menschen teilen ihr Schicksal.
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