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Spritpreise

„Viele haben schlechte Laune“

22.02.2012 | 18:11 Uhr
„Viele haben schlechte Laune“
Die Menschen staunen nicht schlecht wenn sie derzeit an der Zapfsäule stehen. Foto: Bernd Lauter

Dinslaken.  Die hohen Benzinpreise bekommen auch die Tankstellen-Mitarbeiter zu spüren - obwohl sie selbst darunter leiden.

Beim Blick auf die steigenden Preise an der Zapfsäule kommt so manchem die Wut. Sucht man dann ein Ventil, um seinen Frust wieder loszuwerden, erscheint einem der auch noch freundlich lächelnde Kassierer hinterm Tresen genau zur rechten Zeit. Mit einem netten „Hallo“ wird einem das Geld förmlich aus der Tasche gezogen. „Die meisten wissen, dass wir dafür nichts können, trotzdem wird einem gerade als Kassierer oft die Verantwortung zugeschoben“, erzählt ein Angestellter der Star-Tankstelle an der Augustastraße. Der Unmut der Kunden ist förmlich in der Luft zu greifen, die Stimmung ist gereizt. „Bei den Preisen haben viele Leute schlechte Laune!“, bestätigt auch eine Mitarbeiterin der Shell-Tankstelle an der Autobahnausfahrt an der B8.

Weniger, dafür häufiger

Insgesamt ist der Trend, dass die Leute pro Stopp an der Zapfsäule weniger Liter tanken. Dafür kommen sie entsprechend häufiger. „Wer das Geld hat, der tankt so wie bisher, aber der Durchschnittsverbraucher tankt wesentlich weniger.“

Dass der eine oder andere Kunde gereizt reagiert, dafür haben die Angestellten Verständnis. Schließlich sind sie selbst auch Kunden, die zum teuren Zapfhahn greifen müssen. Man könne nichts daran ändern, aber „schrecklich“ seien die Preise allemal. Es gibt keinen Rabatt für Angestellte und da auch der Lohn immer gleich bleibt, bedeuten die ständigen Erhöhungen der Spritpreise auch für die Mitarbeiter Mehrausgaben.

Die ständig wechselnden, vor allem steigenden Preise würden den Konkurrenzdruck unter den Tankstellen erhöhen, da sich Preisunterschiede sofort auf den Absatz auswirken würden, hieß es an der Star-Tankstelle.

An der Shell-Tankstelle B8/Wilhelm-Lantermann-Straße zeigt man sich hingegen diesbezüglich eher gelassen: „Wir verfolgen die Aktionen der anderen Tankstellen gar nicht, wir handhaben das wie sonst auch.“

Im Hinblick auf die Umsätze und das Geschäft spürt die Mitarbeiterin der Shell-Tankstelle an der B8/Autobahnausfahrt keinen großen Unterschied. „Die Leute achten da nicht so drauf, man muss ja tanken. Und wie sie sehen, es ist voll hier.“

Bleibt also nur noch zu hoffen, dass der Sprit am kommenden Montag wieder günstiger wird. Das zumindest behaupten zwei der angesprochenen Tankstellenmitarbeiter.

Julia Buschmann

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