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Viele Familien entschieden mit den Füßen

23.02.2013 | 18:00 Uhr
Viele Familien entschieden mit den Füßen

Voerde.   Wird ein integratives Angebot in Voerde gewünscht? Die geplante Befragung soll als Basis für die weitere Planung dienen

Die Schullandschaft in Voerde lässt aus Sicht vieler Familien Wünsche offen. Anders lässt sich die stark gestiegene Zahl von Anmeldungen aus Voerde wohl kaum interpretieren, mit der sich die Gesamtschule in Hünxe in diesem Jahr konfrontiert sah (wir berichteten). Von den 86 Interessenten aus Voerde kann die Hünxer Schule 50 in die Klasse fünf aufnehmen, 36 Familien erhielten in der vergangenen Woche bereits eine Absage. Auch die Gesamtschule in Dinslaken konnte fünf der 22 Voerder Interessenten keinen positiven Bescheid erteilen, für die Oberstufe waren es zehn. Welche Angebote die Familien in Voerde wünschen, soll eine Elternbefragung klären, die auf jeden Fall im ersten Halbjahr 2013 durchgeführt wird, wie Schuldezernentin Simone Kaspar betonte.

Offenbar vermisst eine Reihe von Voerder Familien eine integrative Schule. Insgesamt 108 Familien wollten ihr Kind nach der vierten Klasse zu den Gesamtschulen in Hünxe oder Dinslaken schicken. Auch Simone Kaspar konstatierte im Schulausschuss, „dass die Zahl der Auspendler im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat und sich die Tendenz bestätigt, dass die überwiegende Anzahl der Eltern eine integrative Schulform - sprich Gesamtschule - wünscht“. Sie sei gespannt, ob der Eindruck durch die Befragung bestätigt wird.

Die eigene Gesamtschule nimmt aber seit dem Schuljahr 2011/12 keine Kinder mehr auf und soll auslaufen - aufgrund abnehmender Schülerzahlen. Der vom Beratungsbüro Dr. Garbe Consult 2010 erstellte Schulentwicklungsplan prognostizierte der Gesamtschule damals für die Zukunft sinkenden Zulauf: 82 Fünftklässler waren für 2013 vorausgesagt, 68 für 2014 und bis 2020 nur noch 57.

Haben die Schulentwicklungsplaner sich verrechnet? Nein, meint Dezernentin Kaspar. Auch die Wahl von Schulen unterliege eben Trends und Veränderungen. Über die Gründe dafür könne der Schulträger nur mutmaßen. Sie erhoffe sich Antworten von der Elternbefragung.

Die Planung dieser Befragung soll Mitte März im Arbeitskreis Schule vorgenommen werden. Wie schnell dann anhand von Ergebnissen (erforscht wird die Meinung der Eltern von Erst- bis Drittklässlern) Konsequenzen gezogen werden können, darauf will sich die Dezernentin nicht festlegen. „Aus Schulträgersicht wären natürlich schnelle Entscheidungen wünschenswert.“ Möglichst bis zum Anmeldeverfahren im kommenden Jahr. Die Frage sei allerdings auch, so Kaspar weiter, welche Wünsche schulrechtlich realisierbar sind.

Auch die Frage nach einem Standort für eine möglicherweise weitere oder neue Schulform müsste dann geklärt werden: Das Gebäude der Gesamtschule ist nach deren Auslaufen im Jahr 2016 bekanntlich als Grundschulstandort  fest eingeplant.

Von Rita Meesters



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