Verkehrsbelastung ist unverändert

Das Gewerbegebiet Süd sorgt auch auf der Kurt-Schumacher-Straße für Verkehr.
Das Gewerbegebiet Süd sorgt auch auf der Kurt-Schumacher-Straße für Verkehr.
Foto: Hans Blossey
Was wir bereits wissen
Die Situation im Bereich Kurt-Schumacher-Straße war Thema eines Diskussionsabends der SPD. Geschwindigkeitskontrollen sollen ausgeweitet werden.

Dinslaken..  So voll wie beim ersten Treffen war der Saal nicht. Gut 30 Hiesfelder kamen zur Bürgerdiskussion des SPD-Ortsvereins, bei der am Montagabend erneut über die Verkehrssituation auf der Kurt-Schumacher-Straße gesprochen wurde. Es wird zu schnell gefahren, in einigen Bereichen ist der Parkdruck hoch, die Kreuzung mit dem Kranichweg ist immer noch nicht entschärft worden und noch zu viele Autofahrer nutzen die Kurt-Schumacher-Straße als Abkürzung von der Brinkstraße in die Innenstadt. Neu sind diese Aspekte nicht, und der eine oder andere Teilnehmer äußerte, dass sich seit dem ersten Treffen nicht viel geändert habe.

Rede und Antwort standen im Vereinsheim der Kleingartenanlage Heisterbusch Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, Verkehrsplaner Roland Welger und Jörg Steeg vom Ordnungsamt. Sie berichteten, was die Stadt seit dem ersten Treffen unternommen hat. Roland Welger präsentierte Zahlen der durchgeführten Verkehrszählungen. 2012 und 2014 waren deshalb Zählgeräte installiert worden, eines in Höhe des Awo-Seniorenheims und eines zwischen den Straßen Heisterbusch und Scholtenstraße. Beim ersten Zählen wurde am Messpunkt am Seniorenheim ein Mittelwert von 6600 Fahrzeugen erfasst. Ergebnisse von drei Tagen wurden berücksichtigt. Zwei Jahre später lag der Wert bei nur noch 5900 Fahrzeugen.

Die Werte der zweiten Messstelle: 4200 und 4800 Fahrzeuge. Diese Steigerung könne mit dem Discounter zusammenhängen, der aus der Dorfmitte ins Gewerbegebiet gezogen war. Zu den Verursachern zählen die Menschen, die rund um die Kurt-Schumacher-Straße wohnen, Kunden, die die Geschäfte ansteuern, und auch Autofahrer, die von der Brinkstraße kommen und in die Innenstadt wollen. Es herrsche auf der Kurt-Schumacher-Straße nach wie vor die gleiche Verkehrsbelastung, bilanzierte Welger.

Jörg Steeg vom Ordnungsamt berichtete von den seit Mai 2012 durchgeführten Geschwindigkeitskontrollen. Er sprach von einem sehr guten Erfolg. Im Februar seien 847 durchgefahrene Autos registriert worden. „Wir haben nur 27 Verstöße festgestellt“, so Steeg, der darin einen Beleg sieht, dass sich das Fahrverhalten angepasst habe. In diesem Zusammenhang kündigte Bürgermeister Heidinger an, dass die Geschwindigkeitskontrollen ausgeweitet werden. Stimmt der Rat dem Etat zu, werde eine weitere Kraft eingestellt. Damit wäre es möglich, auch zu untypischen Zeiten – in den Abendstunden und in der Nacht – den Radarwagen einzusetzen. Überprüft werde auch, ob der Wagen auf der Kurt-Schumacher-Straße an einer anderen Stelle postiert werden könne. Bislang steht er oft in Höhe des Seniorenheims. Weil bestimmte Vorgaben einzuhalten sind, käme nicht jeder Standort in Frage.

Veränderungen wünschen sich die Anwohner an den mit Pflastersteinen abgesetzten Bereichen. Das eingebaute Pflaster führe allerdings zu einer nicht unerheblichen Lärmbelästigung, berichteten mehrere Teilnehmer. Da das schon beim ersten Treffen bemängelt worden war, hatte die Stadt Messungen durchgeführt. Dabei ist festgestellt worden, dass der Geräuschpegel um einen Dezibel ansteige, so Welger. Der aber auch betonte, dass Grenzwerte nicht überschritten werden. Einfach beseitigen lassen sich diese Pflasterbereiche nicht, betonte Bürgermeister Heidinger. Wenn man sie in Hiesfeld entferne, müsste man auch alle anderen in der Stadt errichteten Straßeneinbauten beseitigen. Das sei mit hohen Kosten verbunden und angesichts der angespannten Finanzsituation nicht machbar. Nicht umsetzbar ist auch der Vorschlag, an der Kreuzung mit dem Kranichweg einen Zebrastreifen zu installieren, um den Weg zur Grundschule Hühnerheide sicherer zu machen. Da es sich um eine Tempo-30-Zone handelt, seien einige Dinge ausgeschlossen. Dazu gehört auch ein Zebrastreifen, erläuterte Welger.

Die Stadt verfolge weiterhin das Ziel, die Kurt-Schumacher-Straße für den Durchgangsverkehr so unattraktiv wie möglich zu machen.