Vereinigung kann weiter machen

Voerde..  Der deutliche Appell im Vorfeld und noch einmal während der außerordentlichen Hauptversammlung zeigte Wirkung: Die Holthausener Notgemeinschaft am Grabe, der mit dem angekündigten Rückzug von Wolfgang Krieg (Vorsitzender) und Klaus Feldkamp (Hauptkassierer) das Aus drohte (die NRZ berichtete), kann weitermachen. Für beide wurde die Nachfolge geregelt. Als erstes war mit Herbert Struif für den Hauptkassiererposten ein Kandidat gefunden. Eine ähnliche Aufgabe hatte er bereits beim TV Voerde ausgeübt. Nach einer kleinen Weile fand sich auch für Kriegs Amt eine Lösung. Renate Emmerich warf ihren Hut in den Ring. Beide Kandidaten wurden einstimmig gewählt.

Wolfgang Krieg äußerte sich sehr erleichtert, dass die seit 80 Jahren in Holthausen ununterbrochen praktizierte Tradition, betroffenen Familien im Trauerfall ein Sterbegeld auszuzahlen, nicht zu Ende gehen muss und die damit verbundene Nachbarschaftspflege „weiter handfest betrieben werden kann“. Erstmals in der langen Geschichte der Vereinigung sei der Vorstand „frauendominiert“. Neben der neuen Vorsitzenden ist dort Elisabeth Hülsemann als Schriftführerin aktiv. „Früher war das ein reiner Männerclub. Dabei erfolgt die Nachbarschaftspflege in starkem Maße durch die Frauen“, erklärt Krieg. Er erhofft sich durch deren größere Präsenz im Vorstand dahingehend einen Schub, dass Frauen sich in der Notgemeinschaft stärker einbezogen fühlen.