Unverantwortliches Vorgehen

Die vom Voerder Stadtrat Ende September getroffene Entscheidung, eine neue Gesamtschule zu gründen, wurde von einer großen Mehrheit, über alle politischen Grenzen hinweg, auf das Gleis gebracht. Die Weichenstellung ist getragen von dem deutlichen Elternwunsch nach einem integrativen Schulangebot in Voerde. Statt diese breit gestützte demokratische Entscheidung zu akzeptieren und den in Gang gesetzten Zug unbehelligt und unter bestmöglichen Vorzeichen in Richtung Ziel fahren zu lassen, torpedieren Gegner ihn auf der Strecke. Die Folgen sind fatal: Eltern werden verunsichert und der so wichtige Vorbereitungsprozess für die neue Schule wird von derartigen Querschlägen überschattet. Stadt und Projektteam müssen durch detaillierte Information und Transparenz dagegen halten und dürfen dabei auch die Möglichkeit, dass nicht jedes Kind einen Platz an der neuen Gesamtschule bekommt, in der Debatte nicht ausklammern. Sie müssen Ängste ernst nehmen. In Richtung der Gegner kann nur der Appell gehen, sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden. Die neue Gesamtschule birgt für Voerde die große Chance, als Bildungsstandort für alle Eltern wieder attraktiver zu werden. Der Versuch, sie im Vorfeld kaputt zu reden, ist unverantwortlich.