„Unerträglich und arrogant“

Dinslaken..  Mit der Ankündigung von SPD und CDU, die Erhöhung der Aufsichtsratsvergütungen zurückzunehmen (NRZ von gestern) sind die kleinen Fraktionen und Ratsvertreter zwar einerseits zufrieden, kritisieren aber andererseits die Argumentation. Wie berichtet, hatten Jürgen Buchmann (SPD) und Heinz Wansing (CDU) erklärt, dass man die Erhöhung nach wie vor für gerechtfertigt halte, aktuelle Entwicklungen (Sparkasse, Stadtfinanzen) so nicht absehbar gewesen seien. SPD und CDU sei es nicht gelungen, dem Bürger die Erhöhung zu erklären, was wiederum den Kritikern Raum für eine „unsachliche Neiddebatte“ gelassen habe. Man nehme die im Dezember beschlossene Erhöhung nun zurück, „um dieser Hetzkampagne ein Ende zu setzen“, so Buchmann und Wansing in einer Mitteilung.

„Die geäußerten Neid- und Hetzvorwürfe der Fraktionsvorsitzenden von SPD und CDU sind unerträglich und an unglaublicher Arroganz nicht mehr zu überbieten“, erklärt FDP-Ratsherr Bernd Helmut Minzenmay. Ihm geht die Rücknahme der Erhöhungen nach wie vor nicht weit genug, der Liberale kritisiert eine allgemeine Versorgungsmentalität im System, will die Aufsichtsräte komplett abgeschafft wissen. Es fehle ihnen an Kompetenz, Politiker aus fachfremden Berufen hätten nicht die nötige Qualifikation, um die Ausgaben für die Aufsichtsräte zu rechtfertigen, so Minzenmay.