Umzug muss sich mehr ‘rumsprechen

Der Wochenmarkt in Friedrichsfeld ist wegen der Umgestaltung des eigentlichen Standortes vorübergehend an den Lessingplatz gezogen.
Der Wochenmarkt in Friedrichsfeld ist wegen der Umgestaltung des eigentlichen Standortes vorübergehend an den Lessingplatz gezogen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Friedrichsfelder Wochenmarkt findet wegen der Umgestaltungsarbeiten bis Ende Juni auf dem Lessingplatz statt. Werbegemeinschaft schlägt Hinweisschild vor.

Voerde..  Viele Fußgänger und Autofahrer schlängeln sich am Samstagmorgen durch Friedrichsfeld. Dennoch ist auf dem Wochenmarkt weniger los als sonst. Es ist der zweite Markttag, der wegen der Umgestaltung des Marktplatzes hundert Meter weiter auf dem Lessingplatz stattfindet. „Die Leute müssen sich erst daran gewöhnen“, meint Dirk Wennmann, erster Vorsitzender der Werbegemeinschaft Friedrichsfeld, und steht mit dieser Meinung nicht alleine da, wie die NRZ im Gespräch mit Händlern und Kunden erfahren hat. Fest steht für die meisten aber auch: Es muss sich noch mehr herumsprechen, dass der Wochenmarkt ab jetzt bis Ende Juni auf dem Lessingplatz angesiedelt ist.

In dieser Hinsicht hat Dirk Wennmann bereits einen ersten Verbesserungsvorschlag: Ein Hinweisschild auf den Markt an der Sparkasse wäre gut, damit die Leute den Weg auf den etwas zurückliegenden Markt finden. Auch eine Reduzierung des Tempos auf Schrittgeschwindigkeit für den Autoverkehr wäre rund um den Platz wünschenswert, so der erste Vorsitzende der Werbegemeinschaft. Möglicherweise könne man auch mit einem optischen Signal in Form von einer Barke auf den Markt hinweisen. Autofahrer und Fußgänger müssten aber auch Rücksicht aufeinander nehmen. Rücksicht wünschen sich Werbegemeinschaft und CDU-Ortsverband auch von der Stadt angesichts der beengten Parkplatzsituation bei der Vergabe von Strafzetteln – zumindest, solange niemand behindert wird.

Ansonsten „ist die Situation eigentlich nicht so schlimm, wie gedacht“, zieht Dirk Wennmann ein erstes Fazit: Die Händler hätten sich gut aufbauen können, die Stromversorgung sei gewährleistet, man habe durch die Abgeschlossenheit des Lessingplatzes eine marktähnliche Platzsituation. „Die Lösung ist akzeptabel.“ Kunden und Händler teilen diese Ansicht mit gemischten Gefühlen.

Eine Mitarbeiterin von Pottbäckers Bauernladen, der Obst und Gemüse verkauft, meint, dass es noch zu früh für eine Beurteilung sei, dass sich der Lessingplatz aber aufgrund des Rundkurses als „gute Alternative zum Übergang“ entwickeln könnte – sofern sich der Umzug des Marktes noch weiter herumspricht und mehr Kunden kommen.

Charlotte Breulich findet auf dem Lessingplatz „alles, was ich brauche“. Das Angebot sei auch schon auf dem Marktplatz mit der Zeit weniger geworden. Mit dem vorübergehenden Umzug kann sie leben. Auch Marita Müller wird dem Markt als Kundin weiter treu bleiben, sie findet es jedoch schade, dass die Stände nicht durchmischt sind und im Innenkreis mehrere Stände mit Bekleidung zu nah nebeneinander stehen. Die Textilhändler selbst sind mit ihrer Situation ebenfalls nicht so glücklich. Zwar sind sie mit der räumlichen Anordnung im Innenkreis gar nicht so unzufrieden, mehr Laufkundschaft sei aber dringend nötig.

Mit Situation nicht so glücklich

„Heute vergisst man uns“, sagt Händlerin Heike Kiwitt und hofft, dass es nur an Ostern liegt. Jede Umstellung sei für die Händler hart, doch Kiwitt und ihre Kollegin vom Nachbarstand befürchten, dass sie am vorübergehenden Umzug auf den Lessingplatz zu knacken haben werden. Für sie liegt es in der Hand der Kunden, wie sich ihre Situation entwickeln wird. Dennoch zeigt sich Heike Kiwitt kämpferisch: „Das muss sich erst noch einspielen!“