U3-Ausbau ist in Dinslaken noch nicht am Ziel

Für Kleinkinder unter drei Jahren fehlen in Dinslaken 25 Kita-Plätze.
Für Kleinkinder unter drei Jahren fehlen in Dinslaken 25 Kita-Plätze.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Für Krippenkinder fehlen Betreuungsplätze. Die Stadt hinkt dem selbst gesteckten Ziel, eine Betreuungsquote von 40 Prozent zu erreichen, noch hinterher.

Dinslaken..  Die Stadt Dinslaken muss beim Ausbau der Betreuung für Kinder unter drei Jahren noch nachbessern. Wie aus dem aktuellen Kindergartenbedarfsplan für 2015/16 hervorgeht, hinkt die Stadt dem selbst gesteckten Ziel, eine Betreuungsquote von 40 Prozent zu erreichen, noch hinterher. Bisher wurden erst Plätze für knapp 34 Prozent der U3-Kinder geschaffen. Für die Drei- bis Sechsjährigen ergibt sich rein rechnerisch zwar eine Versorgungsquote von 100 Prozent, allerdings weist hier der Bezirk Nord (Feldmark/Bruch) mit einer Quote von knapp 87 Prozent eine Lücke im Angebot auf.

25 Plätze zu wenig

Nach dem aktuellen Stand der Anmeldungen fehlen in Dinslaken für das kommende Kita-Jahr 25 Plätze für Kleinkinder unter drei Jahren. Grund für den Mangel an Angeboten, heißt es in einem Bericht der Verwaltung, sei die gestiegene Zahl der Kinder. Diese erkläre sich durch den anhaltenden Zustrom von Flüchtlingen (allein 52 Mädchen und Jungen im Alter von 0 bis 6 Jahren leben in der Fliehburg), Zuzüge aus anderen Kommunen sowie die „mangelnde Güte“ der Prognose der Zahl der unter Einjährigen.

Um Abhilfe zu schaffen schlägt die Verwaltung vor, den Antrag des Albert-Schweitzer-Kindergartens an der Luisenstraße auf zwei zusätzliche Gruppen in die Planung aufzunehmen. Für den Neubau der Kita Teerstraße sollen Fördermittel des Bundes in Anspruch genommen werden. Ausgebaut werden soll auch das U3-Angebot in der Awo-Kita Im Hardtfeld, hier sollen ebenfalls Fördermittel eingesetzt werden. Geplant ist auch, die Kita Dickerstraße um weitere sechs Krippenplätze zu erweitern.

Die Versorgungssituation für die Kleinsten will die Verwaltung besonders im Auge behalten. Kurz vor Beginn des kommenden Kindergartenjahres sollen noch einmal die tatsächlichen Anmeldezahlen analysiert und darauf basierend im Herbst Vorschläge zum U3-Ausbau vorgelegt werden. Derzeit geht man davon aus, dass eine Versorgungsquote von 40 Prozent den tatsächlichen Bedarf deckt. Der Jugendhilfeausschuss beschäftigt sich in der Sitzung am 9. März mit dem Thema.

Betreuungsgeld beantragen

Eltern,die keinen Platz in einer öffentlichen Einrichtung beanspruchen und ihr Kind zwischen dem 15. und 36. Lebensmonat zu Hause betreuen, erhalten seit 2013 das Betreuungsgeld. Im Jahr 2014 gingen bei der Stadt Dinslaken 318 Anträge ein, davon wurden 311 bewilligt und sieben abgelehnt.