Tagespflege: Voerde prüft höheren Satz

Voerde..  Die Betreuung von Kindern in der Tagespflege soll in Voerde höher als bisher vergütet werden. Der Jugendhilfeausschuss hat gestern die Verwaltung einstimmig beauftragt, dazu eine Neuregelung zu erarbeiten. Die Initialzündung gab ein Bürgerantrag, den Monika Himmelberg und weitere Betreuer, die Kinder in der Tagespflege haben, im November 2014 gestellt hatten. Sie fordern eine Anhebung des Grundbetrages, der in Voerde aktuell bei 4,20 Euro liegt, verweisen auf den von der Landesregierung empfohlenen Stundensatz von 5,50 Euro. Zum Vergleich: Die Stadt Dinslaken zahlt Tagespflegepersonen 5,24 Euro je Betreuungsstunde, der Kreis – für Kommunen ohne eigenes Jugendamt zuständig – 4,60 Euro.

Dezernentin Simone Kaspar verhehlte nicht, dass man sich mit 4,20 Euro „am unteren Ende“ befinde. Es gebe Handlungsbedarf, den Stundensatz anzupassen. Wegen der angespannten Haushaltslage müsse genau geprüft werden, in welchem Umfang dies möglich ist. Greifen könne dies frühestens ab 2016. Würde Voerde den Stundensatz des Kreises zahlen, bedeute das Mehrkosten von 32 500 Euro pro Jahr. Neben der Anhebung des Stundensatzes wird die Verwaltung auch eine Neuregelung zu der Vergütung der Randzeiten, zu denen keine institutionelle Betreuung angeboten werden kann, erarbeiten. Da fordern die Antragstellerinnen eine Erhöhung des Stundensatzes um zwei Euro. Auch wollen sie, dass der Stundensatz pro Jahr um 1,5 Prozent erhöht wird. Der Punkt ist ebenfalls Teil der anstehenden Prüfung. Die übrigen Punkte aus dem Antrag wie die Anhebung der gesondert vergüteten Nachtpauschale lehnte die Politik ab.

SPD-Ratsfrau Gisela Marzin appellierte angesichts des Wunsches, dass sich junge Familien in Voerde ansiedeln, „wohlwollend“ zu prüfen. Gleiches tat Daniela Garden-Schubert (WGV). Sie forderte, dass der Satz, den der Kreis zahlt, „die unterste Grenze sein“ sollte.