„Stummer Polizist“ zeigt Hitler-Gruß und trägt Schnurrbart

Der Staatsschutz Duisburg ermittelt im Fall des beschädigten „stummen Polizisten“.
Der Staatsschutz Duisburg ermittelt im Fall des beschädigten „stummen Polizisten“.
Foto: Sabine Lentz-Timte
Was wir bereits wissen
„Stummer Polizist“ in Dinslaken verunstaltet. Nun ermittelt der Staatsschutz wegen Verstoßes gegen das Verbot verfassungsfeindlicher Kennzeichen.

Dinslaken.. Sein rechter Arm wurde in eine eindeutige Pose verbogen, ihm ein augenfälliger Schnauzer aufgemalt, auf die Außentasche seiner Uniform „NYPD“ geschrieben und mit pinker Farbe etwas schwer Entzifferbares auf den Bürgersteig gesprüht. Zwischen Donnerstag Abend (3. März) und Montag Morgen (7. März) haben bisher unbekannte Täter den „stummen Polizisten“ in der Innenstadt, Kreuzung Post- und Bismarckstraße, eindeutig verschandelt.

Eine Polizeistreife begutachtete den Tatort am Montag und verständigte die Abteilung Staatsschutz in Duisburg, die gleich die Ermittlungen einleitete. Es wurden DNA-Spuren gesichert und Fotos gemacht. „Paragraf 86 und 86a könnten in der Strafverfolgung zur Anwendung kommen“, so Ramon van der Maat, Pressesprecher der Polizei Duisburg. Paragraf 86a steht für das Verbot von verfassungsfeindlichen Kennzeichen, wie Abzeichen und Grußformen. Weitere Einzelheiten nannte er aus taktischen Gründen nicht. Den „stummen Polizist“ hat die Stadt, die ihn aufgestellt hatte, mittlerweile entfernt. Sollten Anwohner oder Passanten Beobachtungen in diesem Zeitraum gemacht haben oder Personen beschreiben können, mögen sie sich unter 0203/280 -1040 melden.