Starke Stimmen zum Valentinstag

Valentinskonzert in der Kathrin-Türks-Halle in Dinslaken.
Valentinskonzert in der Kathrin-Türks-Halle in Dinslaken.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
In der Kathrin-Türks-Halle traten vier Chöre zu einem besonderen Konzert an

Dinslaken..  Wer meint, zum Valentinstag könnte man sich nur kuschelige Liebeslieder anhören, der kennt Chorleiter Rainer Stemmermann und seine Chöre noch nicht. Unter dem Motto „Alles aus Liebe“ traten die Chöre Haste Töne, Lohberg Voices, Starke Stimmen DC und Wie im Himmel an, um das Publikum in der Kathrin-Türks-Halle zum Tag der Liebenden musikalisch zu verzaubern. „Karneval können sie morgen feiern – heute geht es um die Liebe“, begrüßte Rainer Stemmermann die Gäste in der nahezu voll besetzten Halle.

Dann wurden erst einmal ein paar flottere Musikstücke dargeboten. Mit „Caravan of Love“ grüßten die gut 80 Sänger der vier versammelten Gesangsensembles das Publikum von der Bühne aus, bevor ein Großteil der Sänger diese wieder verließ. Die Chöre sollten nicht nur zusammen singen können, sondern den Zuhörern auch ihre eigenen Stärken präsentieren.

Zuerst durften das die Lohberg Voices, die gemeinsam mit ihrem Urgestein Harro Düx auf der Bühne standen. Zum Klassiker „Lulu’s back in town“ gab es Scat-Gesang und am Ende langen Applaus vom Publikum.

Haste Töne entführten die Besucher in der Kathrin-Türks-Halle mit Trommelklängen und einem Text in Zulusprache mit „Siyahamba“ in die Weiten Afrikas. Dann wurde es leicht verrucht. Zumindest, wenn es nach der Ansage von Rainer Stemmermann ging. „Das nächste Lied wurde kurz nach seiner Veröffentlichung indiziert und durfte nicht mehr gespielt werden“, verkündete der Chorleiter. „Wenigstens nicht beim Bayrischen Rundfunk“, ergänzte Stemmermann. Die Lacher, die durch die Halle tönten, wurden noch lauter, als der Chor nach dieser Ankündigung das Lied „Schuld war nur der Bossanova“ anstimmte. Applaus von den Zuschauern.

Die wurden, wie es in der Natur von Rainer Stemmermann liegt, natürlich auch ins Programm eingebunden. Der Chorleiter animierte das Publikum, eine einfache Melodie anzustimmen, teilte dann Frauen- und Männerstimmen und improvisierte seinen eigenen Scat-Gesang über diesen Hintergrund. Währenddessen lieferte Percussionist Stefan Grafers den passenden Rhythmus dazu, bevor er sich auf ein musikalisches Duell zwischen Instrument und Stemmermanns Stimme einließ. Jubelrufe in der Halle und langer Applaus für die spontane Idee des Chorleiters.

Der hatte mit den „Starken Stimmen“ noch ein Ass im Ärmel. Denn der Frauenchor versteht das Sängerinnenhandwerk. Mit ihren Stimmen lieferten sie mit dem Stück „Ironic“ von Alanis Morissette einen großartigen Auftritt ab und ernteten auch für ihre Interpretation von „Enough is enough“ Jubelrufe und Applaus.

Am Ende standen alle Chöre noch einmal gemeinsam auf der Bühne. Mit dem ruhigen „Fields of Gold“ von Sting verabschiedeten sich die Sänger vom Publikum, ließen sich aber noch zu einer Zugabe überreden. Am Ende tosender Applaus für das Konzert zum Valentinstag.