Stadtwerke Dinslaken: Preise bleiben stabil

Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Thomas Götz gab die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt.
Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Thomas Götz gab die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt.
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Was wir bereits wissen
Unternehmen setzt weiter auf Wind und Biomasse. Anlage auf der Halde kann ganz Lohberg mit Strom versorgen.

Dinslaken..  Das Topergebnis von 2013 werden die Stadtwerke nicht wieder erzielen. Gut verlief das vergangene Jahr trotzdem. Allein bei der Tochtergesellschaft Fernwärme Niederrhein waren Einbrüche von 15 bis 16 Prozent zu verzeichnen. Es sei das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnung von Wetterdaten gewesen, nannte Dr. Thomas Götz, Geschäftsführer der Stadtwerke Dinslaken, bei der Jahrespressekonferenz am Donnerstag einen Grund für diese Entwicklung. Dagegen konnte beim Strom und bei den Beteiligungen „ein sehr gutes Jahresergebnis erzielt“ werden, so dass das Ergebnis für 2014, das Mitte diesen Jahres feststehen wird, dennoch auf einem hohen und guten Niveau liegen werde. Die Preise werden in diesem Jahr nicht angehoben. Fernwärmekunden können sogar zum 1. April mit einer Senkung rechnen.

Die Stadtwerke haben und werden weiterhin die Weichen für die Erzeugung regenerativer Energien stellen. Um auch in Zukunft Strom und Wärme den Kunden sicher und zu einem günstigen Preis liefern zu können, wie Götz sagte. An der Kleiststraße in Dinslaken entstehen in diesem Jahr neue Lagerhallen und ein neues Gebäude mit Büroräumen. Damit werden die bestehenden drei Lagerstätten zentralisiert. Zudem werden auf den Dächern der benötigten Hallen und Gebäude Photovoltaikanlagen installiert. Der damit erzeugte Strom wird nicht ins Netz eingespeist, sondern direkt an Kunden in Dinslaken geliefert. Wenn Ende 2015 die Lager an der Kleiststraße konzentriert sind, soll die Photovoltaikanlage in Betrieb genommen werden.

In Lohberg dreht sich ab dem nächsten Jahr ein Windrad. Ursprünglich sollten auf der Halde zwei Anlagen gebaut werden, nun wird es nur eine: Deren Nabenhöhe beträgt 135 Meter und der Durchmesser des Rotors 115 Meter. Damit überragt das Windrad deutlich das Fördergerüst II. Mit einer Leistung von drei Megawatt kann die Anlage den gesamten Stadtteil inklusive des noch zu errichtenden neuen Wohngebietes mit Strom versorgen. Im Sommer beginnen die Arbeiten. Hierfür werden 5,5 Millionen Euro investiert. „Lohberg ist für uns ein Testfall“, so Götz. Weitere Windkraft-Projekte planen die Stadtwerke. Verträge seien aber noch nicht abgeschlossen worden.

In Friedrichsfeld beginnen im Februar die Arbeiten für ein Biomasseheizwerk, mit dem 95 Wohnhäuser sowie das Siemens-Werk ab dem Sommer mit Fernwärme versorgt werden. All diese Projekte stehen für den Wandel in der Energieerzeugung und kommen der Umwelt zugute, weil der Ausstoß von Kohlendioxid (CO 2) vermindert wird.