Stadtwerke Dinslaken bieten Breitband-Internet per Funk an

Stellen das dinkomm-Net vor: (vl) Bürgermeister der Stadt Voerde Leonhardt Spitzer, Beigeordneter Voerde Wilfried Limke, Dinkomm Geschäftsführer Klaus Otremba, Bürgermeister der Stadt Dinslaken Dr. Michael Heidinger und Geschäftsführer der Stadtwerke Dr. Thomas Götz.
Stellen das dinkomm-Net vor: (vl) Bürgermeister der Stadt Voerde Leonhardt Spitzer, Beigeordneter Voerde Wilfried Limke, Dinkomm Geschäftsführer Klaus Otremba, Bürgermeister der Stadt Dinslaken Dr. Michael Heidinger und Geschäftsführer der Stadtwerke Dr. Thomas Götz.
Foto: Heiko Kempken/WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Menschen, die in ländlicheren Gegenden wohnen, haben zwar Idylle vor der Haustür, dafür aber oft kein Breitband-Internet. Da es für viele Unternehmen zu teuer ist, Kabel für wenige Kunden zu verlegen, spielen Funkverbindungen eine immer größere Rolle. Wie in Dinslaken, Voerde und Hünxe, wo die Stadtwerke nun eine 6-MBit-Funklösung anbieten.

Dinslaken/Voerde/Hünxe..  Auch wer etwa in den Rheindörfern oder in Teilen von Lohberg wohnt und nicht über Breitband-Kabel ins Internet kommt, muss nicht länger von einer schnellen Anbindung ans World Wide Web träumen.

Die 100-prozentige Dinslakener Stadtwerke-Tochter Dinkomm bietet seit Mittwoch die Möglichkeit, über eine Funkverbindung mit bis zu 6 Mbit/s durchs Internet zu surfen (siehe Box). Dinkomm-Net heißt das Angebot, das laut Dinslakens Bürgermeister Dr. Michael Heidinger und Voerdes Bürgermeister Leonhard Spitzer politischer Wille war, um die Breitband-Lücken in den Kommunen, die Gesellschafter der Stadtwerke sind, zu schließen.

Für Stadtwerke auch ein Instrument der Kundenbindung

Sowohl für die lokale Wirtschaft als auch für die Bürger, für die das Internet zum festen Bestandteil von Berufs- und Freizeitwelt zählt, sei das ein mindestens weicher Standortfaktor, so die Bürgermeister unisono. Und für die Stadtwerke sei es, so Geschäftsführer Thomas Götz, „eine weitere Verneigung vor dem Kunden und der Region“, mit der man die Angebotspalette erweitern und die Kundenbindung stärken wolle. Vorbild für das Projekt seien die Stadtwerke Hameln, die das Funk-Internet seit zehn Jahren in dünner besiedelten Randgebieten anbieten und rund 1000 Kunden versorgen.

Für das laufende Jahr will Dinkomm 60 Kunden gewinnen, in den Folgejahren sollen es dann mindestens je 100 sein. Das aber ist die Minimalerwartung, um die Investitionen zu refinanzieren. Angesichts geschätzter rund 5000 Haushalte, die alleine in Dinslaken und Voerde ohne Breitband-Anschluss sind, darf die realistische Erwartungshaltung um einiges höher liegen. Interessieren sich genügend Kunden für einen Dinkomm-Vertrag, sollen weitere Sender die Abdeckung in Dinslaken (Oberlohberg) und in Hünxe verbessern.