Stadtwerke Dinslaken bieten Breitband-Internet per Funk an
05.09.2012 | 16:50 Uhr 2012-09-05T16:50:00+0200
Dinslaken/Voerde/Hünxe. Menschen, die in ländlicheren Gegenden wohnen, haben zwar Idylle vor der Haustür, dafür aber oft kein Breitband-Internet. Da es für viele Unternehmen zu teuer ist, Kabel für wenige Kunden zu verlegen, spielen Funkverbindungen eine immer größere Rolle. Wie in Dinslaken, Voerde und Hünxe, wo die Stadtwerke nun eine 6-MBit-Funklösung anbieten.
Auch wer etwa in den Rheindörfern oder in Teilen von Lohberg wohnt und nicht über Breitband-Kabel ins Internet kommt, muss nicht länger von einer schnellen Anbindung ans World Wide Web träumen.
Die 100-prozentige Dinslakener Stadtwerke-Tochter Dinkomm bietet seit Mittwoch die Möglichkeit, über eine Funkverbindung mit bis zu 6 Mbit/s durchs Internet zu surfen (siehe Box). Dinkomm-Net heißt das Angebot, das laut Dinslakens Bürgermeister Dr. Michael Heidinger und Voerdes Bürgermeister Leonhard Spitzer politischer Wille war, um die Breitband-Lücken in den Kommunen, die Gesellschafter der Stadtwerke sind, zu schließen.
Für Stadtwerke auch ein Instrument der Kundenbindung
Sowohl für die lokale Wirtschaft als auch für die Bürger, für die das Internet zum festen Bestandteil von Berufs- und Freizeitwelt zählt, sei das ein mindestens weicher Standortfaktor, so die Bürgermeister unisono. Und für die Stadtwerke sei es, so Geschäftsführer Thomas Götz, „eine weitere Verneigung vor dem Kunden und der Region“, mit der man die Angebotspalette erweitern und die Kundenbindung stärken wolle. Vorbild für das Projekt seien die Stadtwerke Hameln, die das Funk-Internet seit zehn Jahren in dünner besiedelten Randgebieten anbieten und rund 1000 Kunden versorgen.
Von derzeit drei hohen Punkten (Steag-Kraftwerk in Voerde, Fernwärme-Niederrhein-Schornstein in Dinslaken und Gelsenwasser-Mast in Barmingholten) sendet Dinkomm nach Dinslaken, Voerde und Teile von Hünxe. Wer in Sichtachse der drei Punkte wohnt, kann durch eine Spezialantenne, die am Haus montiert wird, die Funksignale empfangen. An eine kleine Box werden dann die Antenne und der Computer angeschlossen. Die Antenne und die Box werden bei Vertragsabschluss (einmalig 69 €) bereitgestellt. Die monatlichen Internetkosten liegen je nach Verbindungsgeschwindigkeit zwischen 27,95 € (2 Mbit/s Upload, 1 Mbit/s Download) und 72,95 € (6/4 Mbit/s). Im Test kamen die gemessenen Übertragungsraten dafür den versprochenen auch sehr nah.
Wer wissen will, ob er Dinkomm-Net empfangen kann, kann sich eine Testantenne leihen. Infos: www.dinkomm.de, Telefon 02064 / 605-0
Für das laufende Jahr will Dinkomm 60 Kunden gewinnen, in den Folgejahren sollen es dann mindestens je 100 sein. Das aber ist die Minimalerwartung, um die Investitionen zu refinanzieren. Angesichts geschätzter rund 5000 Haushalte, die alleine in Dinslaken und Voerde ohne Breitband-Anschluss sind, darf die realistische Erwartungshaltung um einiges höher liegen. Interessieren sich genügend Kunden für einen Dinkomm-Vertrag, sollen weitere Sender die Abdeckung in Dinslaken (Oberlohberg) und in Hünxe verbessern.
23:15
Wenn man sich auf der Internet seite umschaut wird man schnell festellen das der schrott viel zu teuer ist und die leistung zu wenig.
15:06
Wäre ich dagegen würde ich schreiben noch mehr unnötiger Elektrsmog, der die Zahl der Krebstoten erhöht.