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Neubau

Sportbad wächst zu echtem Freizeitbad

16.01.2010 | 03:45 Uhr

Dinslaken. Noch namenlos, aber ansonsten „voll im Plan” ist der Bad-Neubau am Volkspark inklusive neuer Wasserrutsche (Grafik). Rechtzeitig vor Einbruch der Kälteperiode sei man Ende vorigen Jahres mit dem Rohbau fertig geworden, so Michael Hörsken, Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochter „Dinbad”.

Im Februar könne mit den Stahlbauarbeiten für die verfahrbare Dachkonstruktion begonnen werden. Insgesamt seien derzeit 87 Prozent der Aufträge für 40 Einzelgewerke ausgeschrieben. Der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts und damit der Eröffnung des Schwimmbeckens im Herbst stehe wohl nichts im Wege.

Für den zweiten Bauabschnitt zeichnen sich derweil gewisse Änderungen ab. So prüfe man, ob die Baugrube, die nach Abriss des alten Bades entstehen wird, nun doch nicht verfüllt werden soll. Nach bisherigen Erkenntnissen lohne es sich, den neuen Baukörper zu unterkellern. Dort könnten zusätzliche Lager- und Technikräume sowie später eventuell eine Saunalandschaft, ein Sole- oder ein zusätzliches kleines Außenbecken untergebracht werden.

Veränderungen, für Stadtwerke-Chef Dr. Thomas Götz „ein paar Zückerchen”, soll es im Außenbereich geben: „Damit wird aus dem anfangs eher als Sportbad gedachten Projekt ein echtes Freizeitbad.”

„Beach-Bar” und „Chill-out-Zone”

Durch das verfahrbare Dach und die zu öffnenden Fassadenelemente bekommt der Pool sommertags ohnehin einen Freibadcharakter. Für die „Frischluftgäste” soll es jetzt auch eine separate Freibadkasse geben.

Um die im Inneren geplante Bistro-Gastronomie zu entlasten, sei draußen eine „Beach-Bar” mit entsprechender Möblierung, eine „Chill-out-Zone” und eventuell eine Beach-Volleyball-Anlage geplant. Dafür seien zusätzliche Umkleidemöglichkeiten und eine Toilettenanlage vorgesehen, so Hörsken.

Ein Belegungsplan, der mit Vereinen und Schulen abgestimmt werde, soll künftig sicherstellen, dass öffentliches Baden in der Halle tagsüber auch zu Trainingszeiten auf zwei Bahnen möglich ist.

Auch mit der angedachten 60 Meter langen Röhrenrutsche geht laut Hörsken alles klar; die Statik stehe, sagt er. In der Rutsche mit bis zu 13 Prozent Gefälle werden die Nutzer bis zu 25 Stundenkilometern Geschwindigkeit erreichen. Das Tempo kann man auf einer Zeitmessanlage ablesen. Die Rutsche wird aus Sicherheitsgründen zudem mit einer Ampel ausgerüstet. Ein weiteres „Highlight” ist ein transparentes Element im Mittelteil der Röhre.

„Dinbad”-Chef Hörsken rechnet mit rund 100 000 Besuchern (ohne Vereine und Schulen) pro Jahr; dabei sei der nicht abschätzbare Andrang an heißen Sommertagen nicht berücksichtigt. Die Tarifstruktur für den Badbesuch wurde inzwischen auch schon festgeklopft. Während der Bauphase II, in der es noch keine Gastronomie und kein Planschbecken geben wird, bietet die Dinbad einen reduzierten „Baustellentarif” an.

Dass sich der Neubau irgendwann einmal amortisieren könnte, ist nicht ausgeschlossen. Nach Hörskens Angaben müssen für das neue Bad, obwohl größer, nur 250 000 Euro jährlich anEnergiekosten, die Hälfte des alten Bades, veranschlagt werden. Der Freizeitkomplex wird künftig mit Fernwärme versorgt und wird über ein Blockheizkraftwerk verfügen, das 50 Kilowatt elektrische und 67 kW thermische Energie liefert.

Heinz Ingensiep

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