Spenden sammeln für das Gotteshaus

Dinslaken..  Auf den ersten Blick erscheint alles gar nicht so tragisch in der Eppinghovener Sankt-Johannes-Kirche. Aber bei genauem Hinsehen werden die Mängel im Gotteshaus offenbar: Durch Feuchtigkeit verursachte Schäden zeichnen sich an einer Wand ab, an einer anderen bröckelt der Putz und eine dritte zeigt Risse. Im alten Teil der Kirche, der noch aus dem Jahre 1450 stammt, sind die Gewölbemalereien im Jugendstil kaum noch zu erkennen. Zum einen, weil eine Patina die Malereien bedeckt und zum anderen, weil die dort hängenden Lampen Besuchern beim Blick hinauf direkt ins Gesicht leuchten.

„Die Renovierungsarbeiten sind dringend nötig“, sagt Dechant Gregor Kauling. Die letzte Renovierung der Kirche datiert auf das Jahr 1986. „Bei den Arbeiten wird auch das Beleuchtungskonzept der Kirche eine wichtige Rolle spielen“, erklärt der Seelsorger. Denn die Architektur der Sankt-Johannes-Kirche ist einzigartig: Der neue Teil der Kirche, in den Jahren 1927 bis 1929 errichtet, wurde im eindrucksvollen Stil des Parabelexpressionismus gestaltet. Spitzbögen, die an gotische Kathe-dralbauten erinnern, dominieren das Bild und setzen sich als gestalterisches Element bis in die Gestaltung der Kirchenbänke fort. „Mit dem neuen Beleuchtungskonzept soll das besser zur Geltung kommen“, sagt Gregor Kauling. Dazu kommen aufwendige, restaurative Arbeiten an den Wänden der Kirche und natürlich ein neuer Grundanstrich. „Wir rechnen mit Gesamtkosten von 700 000 Euro“, erklärt der leitende Pfarrer der Pfarrei Sankt Vincentius Dinslaken.

Ein Großteil der Kosten soll nach den bisherigen Plänen das Bistum Münster übernehmen. Weiteres Geld fließt aus den Rücklagen der Pfarrei in die Runderneuerung des Gotteshauses. „100 000 Euro muss die Gemeinde allerdings selbst aufbringen – in Form von Spenden“, erklärt Gregor Kauling. Aus diesem Grund hat sich ein Team gebildet, das nicht nur die Planung und die Arbeiten vor Ort begleiten soll, sondern es sich auch auf die Fahne geschrieben hat, Sponsoren für die Renovierung der Kirche zu gewinnen. Reinhold Krinn, Monika Barking, Ludgera Dworatzyk, Bernd Hendricks, Fritz Hövelmann und Klaus-Peter Zimmermann wollen mit verschiedenen Aktionen den für die Renovierung benötigten Betrag zusammenbringen.

„Wir haben zu den Adventgottesdiensten bereits vor der Kirche gesammelt und außerdem verschiedene Unternehmen und Privatpersonen angeschrieben“, erklärt Reinhold Krinn. „Zudem haben wir noch weitere Aktionen geplant.“ So soll auch beim Kirchweihfest Geld für die Renovierung eingesammelt und sollen Kuchenverkäufe und andere Benefizveranstaltungen gestartet werden. Flyer zur Renovierung sind gedruckt und liegen bald in der gesamten Pfarrei aus. Ein Spendenkonto ist eingerichtet.