Sparkassen-Bilanz im Überblick

Dinslaken..  Die Gründe dafür, dass die Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Defizit abgeschlossen hat, sind vor allem im Kreditgeschäft und seinen Auswirkungen zu suchen.

Die Bilanzsumme gab in 2014 um gut 3 Prozent nach und fiel auf rund 1,55 Milliarden Euro.

Beim Kreditgeschäft liegen die Gesamtausleihungen mit 1,16 Mrd Euro unter dem Vorjahresniveau, was auch auf planmäßige und außerplanmäßige Tilgungen zurückzuführen sei. In 2014 wurden fast 100 Mio. Euro an Krediten neu vergeben, davon 74 % an private Haushalte.

Das Einlagengeschäft sieht Vorstand Ralf Salewski weiterhin vom historisch niedrigen Zinsniveau geprägt. Dies führe in der Konsequenz dazu, dass die Privatanleger von mittel- und langfristigen Spareinlagen Abstand nehmen. Die Kundeneinlagen sind mit 1,04 Mrd Euro fast konstant geblieben.

Mit dem Wertpapiergeschäft zeigt sich Ralf Salewski zufrieden, wegen der anhaltend niedrigen Zinsen versuchen immer mehr Kunden ihr Aktienglück: Zum 31. Dezember verwaltete die Sparkasse 325 Mio Euro an Kunden-Wertpapieren (+ 6 %).

Das Versicherungsgeschäft leidet ebenfalls unter den niedrigen Zinsen, es konnten aber Neuverträge mit 14,2 Mio Euro Versicherungssumme abgeschlossen werden.

Erfreuliches aus dem Bauspargeschäft: Das Bruttoneugeschäft konnte um 5,4 Prozent gesteigert werden (rund 1000 neue Verträge).

Das Immobiliengeschäft boomt aufgrund der niedrigen Zinsen: Mit 74 Immobilien veräußerte die Sparkasse deutlich mehr als zuletzt.

Trotz aller Konsolidierung und Schwierigkeiten steht die Sparkasse zu ihrem Motto Gut für die Region. So flossen im vergangenen Jahr 640 000 Euro an Spenden und Sponsoring, die Bürgerstiftung schüttete 30 000 Euro aus. Verantwortung zeigt die Sparkasse auch als Arbeitgeber (429 Beschäftigte) und als Auftraggeber für regionale Firmen (Bauen, Sanierung).