Sparkasse wird die kleine Schwester

Dinslaken/Voerde/Hünxe..  An den Namen wird sich so mancher noch gewöhnen müssen: „Niederrheinische Sparkasse im Kreis Wesel“, kurz Nispa, soll das Gebilde heißen, das nach der Fusion der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe und der Verbandssparkasse Wesel in Trägerschaft eines neuen Sparkassen-Zweckverbandes Wesel-Dinslaken entsteht. In der Vereinbarung über den Zusammenschluss, die die Räte aller beteiligten Kommunen nächste Woche beschließen sollen, werden Details zu der neuen Sparkasse genannt.

Am neuen Sparkassen-Zweckverband sind die Gebietskörperschaften Wesel, Hamminkeln und Schermbeck mit insgesamt 60 Prozent und die Gebietskörperschaften Dinslaken, Voerde und Hünxe mit 40 Prozent beteiligt, wobei letztere - wie berichtet - wegen der finanziellen Probleme der Sparkasse in Dinslaken auch noch eine Garantie über 20 Millionen Euro einbringen müssen. Die ursprünglichen Größen spiegeln dieses Verhältnis nicht wider: Beide Sparkassen sind etwa 1,6 Mrd. Euro „schwer“. Das Größenverhältnis von 60 zu 40 gilt vor allem für die Besetzung der Gremien und Organe der neuen Sparkasse. Soll der neue Nispa-Verwaltungsrat zunächst noch aus den gewählten 33 Mitgliedern bestehen, wird sich das mit Ablauf der Wahlperiode drastisch ändern. Dann sollen dem neuen Verwaltungsrat nur noch elf Mitglieder angehören, außerdem ein Vorsitzender und sechs „Mitbestimmer“ (Vertreter der Dienstkräfte). Wesel ist im neuen Verwaltungsrat mit fünf Stimmen vertreten, Dinslaken mit drei. Voerde, Hünxe, Schermbeck und Hamminkeln erhalten je einen Platz.