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Gastronomie

Sonnenaufgang in weite Ferne gerückt

21.09.2010 | 17:16 Uhr

Dinslaken.Die Eröffnung der Gastronomie-Niederlassung „Café del Sol“ an der B8 kurz vor der Stadtgrenze zu Duisburg-Walsum ist in weite Ferne gerückt.

Das Unternehmen „Gastro & Soul“ aus Hildesheim, das sein Konzept bundesweit bereits 22 mal ungesetzt hat (u.a. in Moers an der B57), will nicht mehr investieren, sondern nur noch betreiben. Stattdessen wird nun ein Geldgeber für das Konzept ins Spiel gebracht, das damit nahezu von vorne beginnt.

Dabei hatte sich vor genau zwei Jahren alles fast dingfest angehört. Auf einem 10 700 Quadratmeter großen Grundstück sollte das Café del Sol, eine Morgen- und Abend-Gastronomie mit einem Ambiente zwischen Südamerika und Spanien entstehen, gleich nebenan sogar noch eine „Bavaria Alm“. Mit zusammen 650 Plätzen wollten beide Lokale in verkehrsgünstiger Lage locken, ein erlebnisgastronomisches Zentrum schien zum Greifen nah.

Auch bei der Stadt zeigte man sich zuversichtlich. Die Zusammenarbeit mit „Gastro & Soul“ verlaufe „sehr professionell“, sagte seinerzeit Planungsamtsleiter Karl-Heinz Rudorf. Mitte September 2008 wurde auch die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gelände auf den Weg gebracht, offen waren lediglich Details wie die Zuwegung.

Erste
Einschränkungen

Erste Einschränkungen dann ein paar Monate später: Im Februar 2009 strich Gastro & Soul wegen der gesamtwirtschaftlichen Lage die „Bavaria Alm“, konzentrierte sich auf das Café del Sol. Ein Jahr später wurde die für 2010 geplante Eröffnung des Betriebs dann auf 2011 verschoben. Dennoch blieb man optimistisch - auch beim städtischen Planungsamt: Investor und Stadt hätten das gleiche Ziel, man sei „im Feintuning“, sagte Planungsamtsleiter Rudorf im Februar der NRZ.

Nun, ein halbes Jahr später, hört sich alles ganz anders an: Die Pläne des Unternehmens, nun nicht mehr als Investor, sondern nur noch als Betreiber auftreten zu wollen, hätten die Gesamtlage erheblich geändert. Kein Ziel zum Greifen nah, kein Feintuning: Der potenzielle Investor habe erst einmal bei der Stadt angeklopft, mehr sei nicht geschehen, selbst Grundstücksfragen seien noch offen, hieß es gestern aus der Stadtverwaltung. Man sehe sich auch nicht veranlasst, in irgendeine Richtung tätig zu werden, so lange der Investor nichts Konkretes vorzuweisen hat.

Ralf Kubbernuß

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