Senioren sollen sich zu Hause fühlen

Dinslaken..  Der Namenspate St. Benedikt steht gut sichtbar auf dem Sockel vor der Tür des Seniorenheims nahe der Trabrennbahn. Im Inneren legen Handwerker und Mitarbeiter letzte Hand an, bereiten alles für den Einzug der ersten Bewohner am 1. März vor. Hell und geräumig ist es, das neue Caritas-Haus – und angesichts der Liste von rund 150 Interessenten für 80 Plätze wohl auch bald voll belegt. Einrichtungsleiterin Melanie Grandt (39) und ihr Team wünschen sich vor allem eins: Dass die Senioren sich hier wirklich zu Hause fühlen.

Freiheit sei für das Konzept des neuen Hauses ein wichtiger Grundgedanke, erklärt Caritasdirektor Michael van Meerbeck. Die Menschen sollen sich bewegen können. Zum Beispiel auf den Fluren, die als Rundlauf angelegt sind und die immer wieder mit Sitzecken und Gemeinschaftsflächen ausgestattet sind, sodass die Bewohner sich entweder zurückziehen oder in Gruppen treffen können. Im Erdgeschoss befindet sich ein großer Café- und Aufenthaltsbereich – mit viel Freiraum für Veranstaltungen, wie Fachbereichsleiterin Petra van Meerbeck betont.

Die Senioren sollen hier Aktivitäten wie Spiel oder Tanz geboten bekommen. Leiterin Manuela Grandt, die vorher als Leiterin des Dinslakener Awo-Schlosscafés tätig war und seit 1994 im Pflegebereich arbeitet, hat sich vorgenommen, die Bewohner „wertschätzend zu begleiten.“ Ein Seniorenheim zu leiten, sei immer ihr Traum gewesen. Unterstützt wird sie von Pflegedienstleiter Darius Paterok (30) aus Voerde sowie von Hauswirtschaftleiterin Manuela Wilming (46) und Küchenchefin Karin Schwane-Hein (53), die zuvor im Alfred-Delp-Haus tätig war. Beide werden sich um den Service für die Bewohner kümmern und haben sich vorgenommen, dabei auch auf die Wünsche der Menschen einzugehen. Die moderne Küche, erklärt Michael van Meerbeck stolz, ist das Herzstück des neuen Hauses. Hier wird jeden Tag frisch gekocht. Auch auswärtige Gäste, zum Beispiel aus den benachbarten Seniorenwohnungen, können hier nach Anmeldung essen.

Mit der Eröffnung des Hauses ist eine dreijährige Entwicklungsphase abgeschlossen. Insbesondere die energetische Planung des in Passivbauweise erstellten Gebäudes hat einige Zeit in Anspruch genommen. Im Sommer finden die Bewohner auch im Außenbereich Aufenthaltsmöglichkeiten auf den Balkonen, der Terrasse oder im Garten – ganz wie zu Hause eben.